Mit Bestürzung ist in Oberstdorf die Nachricht vom Tode des Bergsteigers Matthias Robl aufgenommen worden.

Matthias Robl Thomas Dünßer als Vorsitzender des Bergführer-Vereins, dem der am Wochenende tödlich verunglückte 38-Jährige angehörte, nannte Robl „einen leuchtenden Stern der Allgäuer Bergsteiger-Gilde“.

Robl stürzte in einem Klettergarten in Leutasch/Tirol ab, als er zusammen mit seiner aus dem Kleinwalsertal stammenden Ehefrau eine neue Tour einrichten und einen Bohrhaken setzen wollte. Der zunächst Schwerverletzte starb tags drauf in einer Innsbrucker Klinik.

Auch wenn der Heeresbergführer seit Jahren in Mittenwald lebt, blieb er seiner Allgäuer Heimat eng verbunden. Manche Dia-Show in Oberstdorf kündete von den Bergsteiger-Abenteuern des Ehepaars auf Sieben- und Achttausendern.

Bergführer-Kollege Dünßer war gestern noch immer schockiert über das Schicksal von Robl. Gerade Vorsicht habe den Extremkletterer stets ausgezeichnet, sagte Dünßer. So kehrte Robl vor zwei Jahren nur wenige hundert Meter vor dem Gipfel des Mount Everests um, als es zu gefährlich wurde. Dünßer: „Robl war einer der ganz Großen“.