1989 machte ich mich zusammen mit Ralf „Weazle“ Lehmann über ein stark überhängendes Wändchen neben dem 4ten Hinkelstein in der Nordeifel her. Die wenigsten Griffe waren bombenfest und so unter- und hinterlegten wir fast alles was wir finden konnten mit Zement. Seither firmiert dieser Teil des 4ten Hinkelsteins unter „Zementwerk“.

Heraus kamen die sehr kurzen, boulderartigen Routen „Idefix“ (9-) von Weazle, „Weazles Projekt“ (9/9+) von Norbert Müller (?) und „Platzendes Herz“ (9) von mir. Im Laufe der Zeit bröselten allerdings die meisten Griffe speziell am Einstieg weg, so daß von den ursprünglichen Zügen nichts mehr übrig blieb und „Platzendes Herz“ nur noch über den Einstieg von „Idefix“ geklettert werden konnte.

HerzHerzHerz

Ausgerüstet mit dicken Crashpads denkt heute niemand mehr daran für diese Routen ein Seil auszupacken und so wurde aus dem Direkteinstieg zu „Platzendes Herz“ ein schwieriges Boulderprojekt, das nun durch Mathias Sprenger geknackt wurde. Er schaffte es die athletischen Züge fehlerfrei aneinander zu reihen und kreierte dadurch ein Boulderproblem, das derzeit das Schwerste ist, was die Nordeifel zu bieten hat. „Herzinfarkt“ – so der Name des Boulders – checkt bei FB 8a/+ ein.

Ralf „Weazle“ Lehmann war 18 Jahre nach der Erstbegehung der Route mit der Kamera dabei, als Mathias diese Nuss knacken konnte.

Siehe auch:
www.stonevibes.de
Topo Hinkelsteine von Stonevibes (PDF)

Herz
Webmaster bei der Erstbegehung
von „Platzendes Herz“ (1989)