Mit der Verleihung der Preise ging das 12. Filmfest St. Anton am Samstag, den 2. September zu Ende. Zurück lag eine Woche mit zahlreichen Premieren, dem Auftritt vieler Größen aus der Kletter- und Abenteurerszene, aber auch des Innsbrucker Altbischofs Reinhold Stecher. Es gab einen neuen Zuschauerrekord.

Der mit 2600 Euro dotierte Spezialpreis des Filmfest St. Anton wurde zu gleichen Teilen an Harry Putz / Alexander Kaiser und an Gerald Salmina verliehen.

Anbei sei aus der Preisrede zitiert:
Das Filmfest St. Anton verleiht den Spezialpreis zu einem Teil an Harry Putz und Alexander Kaiser.

Der Wahl-Innsbrucker Snowboarder und Filmemacher Harry Putz wurde wie der in Wald am Arlberg als Fotograf und Filmproduzent tätige Alexander Kaiser auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs geboren. Die beiden realisieren seit Jahren in verschiedenen Konstellationen jährlich ein neues Filmprojekt, das bisher stets beim Filmfest St. Anton seine Premiere erlebt hat.

In diesem Jahr wurde der Film „Spotlight“ gezeigt, der die Ski- und Snowboardbefahrung der längsten Eisrinne der Ostalpen, der überaus steilen Canalone Neri an der Cima Tosa in eindrucksvollen Bildern vor Augen führt. Die Filme der beiden sind inzwischen gefragte Beiträge bei den Berg- und Abenteuerfilmfestivals der Welt. Von Anfang an war klar, dass sie qualitätsbewusste Enthusiasten sind, die extremes Snowboarden und Skifahren filmisch höchst anspruchsvoll in Szene setzen.

Kalender
vlnr: Stefan König (Filmfest), Harry Putz, Alexander Kaiser, Martin Wolf („Spotlight“), Hannes Steinlechner (Arlberger Bergbahnen), Günther Göberl und Bernd Zangerl in Vertretung von Gerald Salmina („Memento“ und „Der rote Turm“)

Zum anderen Teil verleiht das Filmfest St. Anton den Spezialpreis an Gerald Salmina.

Der gebürtige Kärntner Salmina war in diesem Jahr erstmals beim Filmfest vertreten, dafür aber gleich mit drei Beiträgen: „Memento – a boulder life line“ und „Der rote Turm“ zeigt die Weltklassekletterer Bernd Zangerl und Herbert Ranggetiner in Aktion, „Aoraki“ den Kitzbühler Extremskifahrer Axel Naglich und andere bei der Befahrung des höchsten Berges Neuseeland, des Mount Cook.

Meist unter extremen äußeren Bedingungen gedreht zeichnen sich Gerald Salminas Filme durch eine präzise und eindrucksvolle Bildgestaltung aus. Unübersehbar bringen seine Filme seine perfektionistische Arbeitsweise, sein unermüdliches Daran-Bleiben an einem Thema zum Ausdruck, bis das Werk seinen hohen ästhetischen und inhaltlichen Ansprüchen genügt.

Fehlt vielen klassischen Sportdokumentationen die Geschichte, so schafft es Gerald Salmina immer wieder das Zusammenspiel von Körper und Geist in Erzählungen zu kleiden. Seine Filmkulisse ist die Natur und seine Darsteller sind außergewöhnliche Menschen, die der Faszination ihres Sports erlegen sind und in der Auseinandersetzung mit der Natur an ihre Grenzen gehen und sich so selbst erfahren. In Gerald Salmina haben diese Sportler einen kongenialen Partner gefunden, der es versteht, ihre Leidenschaft und ihre Leistungen bildhaft in Szene zu setzen.

Der Publikumspreis des Filmfest St. Anton ging an „Amazonia Vertical“ von Pavol Barabáš.

Im Jahr 2007 wird das Filmfest St. Anton von Dienstag, den 28. August, bis Samstag, den 1. September, über die Bühne gehen

Weitere Informationen:
Tourismusverband St. Anton am Arlberg
tel: +43(0)5446-22690
fax: +43(0)5446-2532.
mail: info@stantonamarlberg.com

Siehe auch:
12. Filmfest St.Anton am Arlberg vom 29.08.-02.09.2006