Ein Kletterfels wird verschottert! Alle Bemühungen von Seiten der Kletterer, die Straßensicherheitsmaßnahmen an dem beliebtesten Klettermassiv des Ermstals auf der Schwäbischen Alb in einem vernünftigen Ausmaß zu halten, sind gescheitert.

Sprengung des beliebten schwäbischen Klettermassivs Linke WittlingerAuch der private Naturschutz, allen voran der Landes Naturschutz Verband Baden-Württemberg, blieb mit seinen Bemühungen am Ende erfolglos.

Das Ergebnis der „Felssanierung“ kann man jetzt auf der von der IG Klettern Schwäbische Alb e.V. eingerichteten Website www.linke-wittlinger.de bestaunen.

In einem undurchsichtigen Planungsverfahren hat das Straßenbauamt schließlich seine Vorstellungen durchsetzen können. Nachdem eine Galerielösung aus Gründen der Wahrung des Landschaftsbildes abgelehnt wurde, hat man sich dazu entschlossen, die Landschaft wegzusprengen. Eine Logik der man nicht unbedingt folgen können muss.

Was den Geologen nicht wundert: Einmal mit den Sprengungen begonnen, musste am Ende sehr viel mehr Fels abgetragen werden als ursprünglich geplant.. Ganz im Interesse des Bergbauunternehmens, welches nach Abraummenge bezahlt wird.

Insgesamt eine Farce, führt man sich vor Augen, wie in der Vergangenheit mit dem Finger auf die kleinste von Kletterern verursachte Veränderung an den Felsen gezeigt wurde. Die Behörden müssen sich hier die Frage gefallen lassen, ob die Mittel zur Erhaltung der Verkehrssicherheit in ausgewogenem Maß gegenüber dem Anliegen des Naturschutzes genüge getan wurde. Immerhin sind die Linken Wittlinger "Natura 2000"-Schutzgebiet und Teil des erst kürzlich mit viel politischer Prominenz gekürten Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Wir werden weiter mit kritischen Augen beobachten was an den Linken Wittlingern geschieht. Dieses Beispiel darf nicht Schule machen!