Stefan Glowacz, Abenteurer und Expeditionist, ist seit kurzem Botschafter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Seit 1817 beschäftigt sich die Einrichtung mit der Vielfalt des Lebens und ihrer Bedeutung für das System Erde. Heute ist sie eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen und mit dem Frankfurter Haus eines der größten Naturkundemuseen Europas.

Stefan Glowacz und Dr. Martin Cepek, Leiter des Stabs Zentrale Museumsentwicklung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (c) Archiv Glowacz
Stefan Glowacz und Dr. Martin Cepek, Leiter des Stabs Zentrale Museumsentwicklung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (c) Archiv Glowacz

„Ich freue mich sehr, als Botschafter der Senckenberg Gesellschaft aufzutreten. Das Thema Umwelt und Natur liegt mir sehr am Herzen. Bei meinen Expeditionen spielt „by fair means“ eine bedeutende Rolle. Soweit es möglich ist, versuchen wir immer vom letzten Zivilisationspunkt die Expedition zu starten. Um dann aus eigener Kraft, d.h. ohne Einsatz von Maschinen, zum Fels zu gelangen. Ich bin stolz darauf, eine so wertvolle Forschungseinrichtung zu unterstützen. Auf diese Weise können wir noch mehr über das Leben und die Erde erfahren“, sagt Stefan Glowacz.

Seit über 30 Jahren zählt Stefan Glowacz zur Weltspitze des Klettersports und gilt als großes Vorbild. 1993 beendete er seine aktive Wettkampfkarriere und widmete sich mehr der Natur. Nun bereist er als Abenteurer und Expeditionist die ganze Welt – immer auf der Suche nach Felsen, die noch nie erklettert wurden. Neugier und Leidenschaft treiben Glowacz dabei an. Da ihm die Natur sehr am Herzen liegt, versucht Glowacz seine Expeditionen immer unter dem Credo „by fair means“ zu gestalten. Dadurch wird oft schon der Zustieg zum Fels ein echtes Abenteuer. Im Jahr 2010 in Venezuela benötigte die Crew zwei Wochen bis sie endlich den Roraima Tepui erreichten.

Mit Kanus gelangten die Abenteurer in den Dschungel und durchwanderten von dort den schlammigen Boden bis zum Ziel. Mit dem Helikopter wäre es einfacher und schneller gegangen. Aber für Glowacz steht die „Menschen-Kraft“ im Vordergrund und keine Maschinen.

Seine Erfahrungen über das Vorwärtskommen und das Scheitern gibt er in seinen Vorträgen weiter. Glowacz überträgt dabei die „lessons learned“ auf inspirierende Weise auf die Herausforderungen des Lebens.

Unter diesen Gesichtspunkten ist Stefan Glowacz für Dr. Sören Dürr, Leiter Kommunikation der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, „der ideale Botschafter. Denn bei seinen Abenteuern und Expeditionen nimmt Stefan Glowacz die Natur hautnah war und setzt sich mit ihr auseinander. In seinen Vorträgen spiegelt er die Erlebnisse optimal wider und fesselt das Publikum durch seine Authentizität. Dadurch vermittelt Stefan Glowacz eine Naturverbundenheit, die vielen Menschen verloren gegangen ist. Ohne Natur können wir jedoch nicht überleben, trotz aller Technisierung. Daher erforschen wir bei Senckenberg nicht nur die Natur und bieten damit einen theoretischen Überbau, sondern wir präsentieren die Natur auch in unseren Museen. So ergänzen wir uns perfekt mit Stefan Glowacz.“

Zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN)

Die SGN ist eine der weltweit größten Einrichtungen in der Forschung auf den Gebieten der Bio- und Geowissenschaften. Die SGN betreibt zehn Forschungsstandorte in Deutschland, drei davon mit Naturmuseen, sowie wissenschaftlichen Sammlungen mit mehr als 38 Millionen Objekten. Die SGN plant einen Um- und Ausbau ihres Frankfurter Naturmuseums mit einer annähernden Verdoppelung der Ausstellungsfläche. Hierfür hat Senckenberg eine groß angelegte Fundraising-Kampagne gestartet (www.die-welt-baut-ihr-museum.de).