Bereits im März 2015 gelang Roland Hemetzberger die zweite Begehung eines alten Projekts von Alexander Huber am Schleier Wasserfall, dessen Erstbegehung im Jahr 2008 dem Tschechen Adam Ondra glückte.

Roland Hemetzberger in
Roland Hemetzberger in "Fugu" (9a) (c) Fabian Hagenauer

Fugu ist eine Route im Klettergebiet Schleier Wasserfall bei St. Johann in Tirol. Das Gebiet gehört zu den größten High End Kletterspots in Österreich oder vielleicht sogar weltweit und ist für seine futuristischen Touren, erstbegangen von der Kletterlegende Alexander Huber vor rd. 20 Jahren, bekannt. Zwei der besten Touren sind „Weisse Rose“ (EB Alexander Huber 1994) und „Open Air“ (EB Alexander Huber 1996).

Beide Routen wurden erstmals 2008 von Adam Ondra wiederholt. Er gab „Open Air“ den Grad 9a+, was diese Tour zur ersten 9a+ auf der Welt machte. Während seines Aufenthalts im Jahr 2008 gelang Adam Ondra auch die Erstbegehungen eines alten Projekt, das Alexander Huber im Jahr 1998 eingerichtet hatte. Adam nannte die Tour „Fugu“, weil alle Routen im Aquarium Sektor Fischnamen tragen und die Tour so gut wie der japanische Gourmetfisch ist.

Fotostrecke: Roland Hemetzberger in „Fugu“ (9a) (c) Fabian Hagenauer

„Fugu“ ist etwa 25 Meter lang und beginnt mit 15 Meter steiler Kletterei im 8a Bereich. Danach führt die erste Boulderstelle, ca. Fb 7c zu einem schlechten Rastpunkt. Es folgt die zweite Crux, Fb 7c+. Beide Schlüsselstellen sind ganz dicht beisammen und durch den schlechten Rastpunkt dazwischen ist es extrem hart, diese beiden Sequenzen zu verbinden – man braucht sehr viel Körperspannung. Nach der zweiten Crux sind es noch ein paar leichte Meter, auf denen man aber auch nicht stürzen sollte.

„Ich habe mir die Tour erstmals letzten Herbst näher angesehen, wobei ich nur einen Tag in der Tour war. Mir war gleich klar, dass die Tour meinem Kletterstil entsprach und ich war sehr motiviert, die Route nach der Winterpause erneut zu probieren. Mitte März war es dann so weit, ich verbrachte fünf Tage in der Tour und am letzten Tag gelang mir die erste Wiederholung dieser großartigen Linie.

Nicht nur seine Erschließungsgeschichte, sondern auch der wirklich gute Fels und die schöne Landschaft machen den Schleierwasserfall für mich zu einem besonderen Ort, an dem ich in Zukunft noch einige große Touren machen möchte.“

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