Thomas "Shorty" Tauporn (Schwäbisch Gmünd) war auch beim Lead-Weltcup in Valence am letzten Oktober-Wochenende wieder in hervorragender Form.

Thomas TaupornTrotz einer Erkältung kletterte der Schwabe souverän ins Finale und verpasste hier nur knapp das Podium. Mit seinem vierten Platz arbeitete sich Tauporn in der Weltcup-Gesamtwertung weiter nach vorne – derzeit rangiert er auf dem achten Platz.

Auch in Valence fehlte Shorty nicht viel, um noch weiter nach vorne zu klettern: In der Finalroute, in der es nach dem Motto "kurz & knackig" zur Sache ging, wurde ihm ein Lesefehler an einem Volumen zum Verhängnis – beim Versuch, die Hände zu wechseln, rutschte Tauporn dann etwas unglücklich ab. Aber auch die Konkurrenz hatte an dieser Stelle ihre Mühe -nur drei Kletterer schafften es, an Shorty vorbei zu klettern: Allen voran Weltmeister Ramon Julian Puigblanque (ESP), der sich mit einer Kampfleistung den Sieg knapp vor dem am souveränsten kletternden Sean Mc Coll (CAN) und dem Japaner Sachi Anma sicherte.

Für Puigblanque war dies der erste Weltcupsieg in dieser Saison, die bislang vom Österreicher Jakob Schubert und seinen sieben Weltcupsiegen in Folge dominiert wurde. Schubert stand auch diesmal wieder im Finale, konnte hier aber nicht an seine Dauer-Siegesserie anknüpfen und musste sich knapp unter Tauporns Höhe mit dem fünften Platz zufrieden geben. Ausgerechnet die französischen Locals bildeten dann das Trio auf den Plätzen sechs bis acht: Manuel Romain, Gauthier Supper und Romain Desgranges konnten den Support der vollbesetzten Halle leider nicht nutzten und scheiterten alle an der gleichen Stelle.

Auch der zweite deutsche Starter im Bunde zeigte eine achtbare Leistung: Nach seinem Halbfinaleinzug und 16. Platz beim Weltcup in Puurs (BEL) kam Markus Jung (Siegerland) auch in Valence wieder ins Halbfinale, wo er am Ende auf Platz 21. landete. Nach dieser Leistung wird Jung auch bei den beiden letzten ausstehenden Weltcups in dieser Saison antreten und kann sich über den Winter noch gezielter auf die kommende Weltcupsaison vorbereiten.

Die Damenkonkurrenz in Valence, die ohne deutsche Beteiligung stattfand, ging einmal mehr an das starke österreichische Team: Johanna Ernst und Katharina Posch waren die einzigen, die einen Dynamo gleich zu Beginn der Finalroute knacken konnten. Am Ende sicherte sich Ernst mit zwei Zügen Vorsprung vor Posch nach Boulder (USA) ihren zweiten Weltcup-Sieg in diesem Jahr. Platz drei ging an Yana Chereshneva (RUS) vor Angela Eiter (AUT) und Mina Markovic (SLO). Maja Vidmar (SLO); Magdalena Röck (AUT) und Jain Kim (KOR) komplettierten die Plätze sechs bis acht im Finale.

Zwei Lead-Weltcups stehen nun noch aus: Die nächste Station in Kranj (SLO) mitte November wird seit etlichen Jahren nun nicht mehr die finale Destination sein – in Barcelona werden in diesem Jahr Ende November erstmals die Gesamt-Weltcupsieger gekürt werden.