Beim zweiten Deutschen Leadcup gestaltete sich die Podiumsverteilung noch einmal ganz anders als bei der ersten Station am Wochenende zuvor in Stuttgart. Gold holten Johanna Holfeld und Sebastian Halenke, vor Romy Fuchs und Solveig Korherr, sowie Ruben Firnenburg und David Firnenburg.

Sebastian Halenke beim Deutschen Leadcup 2016 in München (c) DAV/Marco Kost
Sebastian Halenke beim Deutschen Leadcup 2016 in München (c) DAV/Marco Kost

Martin Tekles und Sebastian Halenke nach der Qualifikation gleichauf

In der Qualifikation zeigten die Herren bereits eindrucksvoll ihr Können und kamen mit den Routen gut zurecht. Die erste Route kletterten Sebastian Halenke und Martin Tekles (DAV Achental) bis zum Top, die zweite erzielte sogar sieben Tops. Aber nur Halenke und Tekles gelang es, beide Qualifikationsrouten durchzusteigen, damit standen sie nach der Qualifikation Punktegleich auf Rang eins.

Martin Tekles hatte in Stuttgart die erste Station des Deutschen Leadcups für sich entscheiden können und ging in München als Topfavorit an den Start. Sebastian Halenke dagegen war in Stuttgart nicht angetreten und stieg erst in München ins Rennen um den Deutschen Meistertitel ein.

Fotostrecke: Deutscher Leadcup 2016 in München

Pech für Martin Tekles im Finale

Mit Spannung wurde die Leistung der Topfavoriten dann im Finale erwartet, und das aufziehende Gewitter sorgte für zusätzlichen Nervenkitzel unter den Zuschauern. Ruben Firnenburg, der beim ersten Deutschen Leadcup auf Platz drei gelandet war, legte mit einer Höhe von 33 Zügen im Finale gleich mal ordentlich vor.

Sebastian Halenke rutschte schließlich an der gleichen Stelle ab, lag aber dank seines guten Qualifikationsergebnisses vorn. Damit sicherte er sich die Goldmedaille, Ruben Firnenburg landete auf dem zweiten Platz. Martin Tekles hatte leider Pech und fiel nach einem kleinen Fehler schon bei Zug 17+ ins Seil. Damit musste er sich mit Rang acht zufrieden geben.

Johanna Holfeld gewinnt zum zweiten Mal in München

Johanna Holfeld war bei der ersten Station der Deutschen Leadcup-Serie nicht dabei gewesen, da sie beim Europäischen Jugendcup Bouldern in Graz gestartet war. Hier konnte sie sich in der Jugend A den ersten Platz sichern, zeigte in München aber einmal mehr, dass sie auch das Leadklettern sehr gut beherrscht.

Als Einzige kletterte sie beide Qualifikationsrouten bis zum Top und zog mit gutem Vorsprung als Führende ins Finale ein. Hier kam sie so weit wie keine ihrer Konkurrentinnen und stürzte erst kurz vor dem Topgriff ins Seil. Mit vier Zügen mehr als die zweitplatzierte Lokalmatadorin Romy Fuchs holte sie sich damit verdient zum zweiten Jahr in Folge den Sieg bei einem Deutschen Leadcup im Boulder- und Kletterzentrum München-Nord.

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