Im Rennen um den Gesamtsieg der internationalen Wettkampfserie sind fünf Boulderweltcup-Stationen bereits geschafft und nur zwei weitere Wettkampfwochenenden noch zu meistern.

Jan Hojer beim Boulderweltcup 2015 in Vail (c) IFSC/Eddie Fowke
Jan Hojer beim Boulderweltcup 2015 in Vail (c) IFSC/Eddie Fowke

Nach dreiwöchiger Pause reist die Boulder-Elite am kommenden Wochenende (10. und 11. Juni) zum vorletzten Boulderweltcup 2016 nach Vail im US-Bundesstaat Colorado, bevor am 12. und 13. August das Finale in München stattfindet.

Turbulentes Weltcup-Pflaster Vail

Seit 2008 ist Vail Austragungsort des Boulderweltcups und erlebte in dieser Tradition schon einige Höhen und Tiefen. 2015 warf eine Knieverletzung die Top-Favoritin Alex Puccio (USA) noch vor Beginn der Qualifikation aus dem Rennen und auch Alban Levier (FRA) musste vor dem Halbfinale verletzungsbedingt aufgeben.

Den Tagessieg holte dann überraschend eine Newcomerin in der internationalen Wettkampfszene: Die damals erst 17-jährige Lokalmatadorin Megan Mascarenas gewann ihren ersten Boulderweltcup und ist inzwischen regelmäßig in den Finalrunden dabei. In jedem Fall ein gutes Pflaster ist Vail für Deutschlands erfolgreichsten Wettkampfboulderer Jan Hojer von der DAV Sektion Frankfurt/Main. Bereits 2012 kletterte er hier bei einem Boulderweltcup auf den dritten Podiumsplatz und holte 2015 an selber Stelle sogar die Goldmedaille.

Deutsches Team mit fünf Athleten in Colorado

Neben Jan Hojer werden auch Alexander Averdunk (DAV München-Oberland), Moritz Hans (DAV Schwaben), Monika Retschy (DAV München-Oberland) und Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg) in Vail antreten. Sowohl Hojer als auch Retschy räumten erst Ende Mai die Titel der Deutschen Meister im Bouldern 2016 ab und werden versuchen, auch die internationale Wettkampfsaison mindestens mit einer Top-Ten-Platzierung abzuschließen.

Hojer gelang es dieses Jahr noch nicht, an seine internationalen Erfolge vom letzten Jahr anzuknüpfen. Nur einmal erreichte er bisher in einem Boulderweltcup das Podium. Retschy hingegen holte in Mumbai den zweiten Platz und sicherte sich erstmals eine Podiumsposition. Die Deutsche Vizemeisterin im Bouldern 2016, Lilli Kiesgen, erzielte in den Boulderweltcups in Meiringen und Innsbruck gute Platzierungen. Zumindest ein Top-20-Ergebnis ist auch für sie in Vail denkbar.

Top-Favoriten für den Gesamtsieg

Bei den Damen führt die Britin Shauna Coxsey das Feld im Rennen um den Gesamtsieg klar an. Sie gewann bereits vier von fünf Boulderweltcups und liegt mit über 100 Punkten Vorsprung vor der Japanerin Miho Nonaka. Ein Sieg in Vail würde schon vor dem Finale in München ihren klaren Gesamtsieg bedeuten. Bei den Herren hingegen ist weiterhin alles offen: Führend sind momentan knapp hintereinander die beiden Japaner Tomoa Narasaki und Kokoro Fuji. Aber auch Alexey Rubstov aus Russland könnte die Gesamtwertung noch für sich entscheiden.

Das Wettkampfwochenende wird live auf www.alpenverein.de/wettkampf übertragen.

Ablauf des Boulder-Wettkampfs

Ort
Mountain Plaza
Vail, Colorado (USA)

Freitag, 10. Juni 2016
Qualifikation Herren: 09.00 – 12.00 Uhr
Qualifikation Damen: 15.00 – 18.15 Uhr

Samstag, 11. Juni 2016
Halbfinale 10.00 – 12.30 Uhr
Finale 16.30 Uhr

Das deutsche Team wird unterstützt von Edelrid.

www.alpenverein.de