Der Jänner ist nicht nur bei den Alpinen Skirennläufern der intensivste Monat. Dann nämlich geht es für Dominik Paris, Marcel Hirscher, Lindsey Vonn & Co. von einem Klassiker zum nächsten. Auch bei den Eiskletterern geht es derzeit Schlag auf Schlag.

Der Eiskletterweltcup 2017 in Rabenstein rückt in den Fokus (c) HK-Media
Der Eiskletterweltcup 2017 in Rabenstein rückt in den Fokus (c) HK-Media

In einer guten Woche, vom 27. bis zum 29. Jänner, ist der Weltcupzirkus in Rabenstein im Passeiertal zu Gast. Bereits zum fünften Mal schlägt die wichtigste Wettkampfserie im Eisklettersport am Eisturm Rabenstein die Zelte auf.
 
Einen nicht unwesentlichen Unterschied zwischen Alpinen Skirennläufern und Eiskletterern gibt es: Während sich die Skiprofis derzeit lediglich im Alpenraum bewegen, reisen die Eiskletterer auf zwei Kontinenten umher. Waren die besten Eisakrobaten der Welt Anfang Jänner in Peking in China im Einsatz und am vergangenen Wochenende im südkoreanischen Cheongsong, so wird der Weltcup in dieser Woche im schweizerischen Saas Fee fortgesetzt. Danach geht’s weiter nach Rabenstein, wo die fünfte Weltcupetappe dieses Winters von Freitag, 27. bis Sonntag 29. Jänner auf dem Programm steht. Sie ist gleichzeitig die Generalprobe für die Eiskletter-WM, die im Februar in Frankreich stattfinden wird.

Geklettert wird in Rabenstein auf der imposanten, 15 Meter hohen und rund 30 Meter breiten Stahlkonstruktion, die von einer meterdicken Eisschicht umhüllt wird. Quergänge und Überhänge mit großer Neigung machen das ohnehin schon schwierige Unterfangen beinahe unmöglich. Aber eben nur beinahe, denn beim Weltcup sind nur die allerbesten Athleten aus der ganzen Welt dabei und die meistern die schwierigen Routen im Südtiroler Eis.

Die gesamte Eiskletter-Elite ist am Start

100 Eiskletterer aus 20 verschiedenen Nationen und von drei verschiedenen Kontinenten haben sich für das sportliche Topevent bereits angemeldet, darunter die Lokalmatadorin und dreifache Weltmeisterin Angelika Rainer aus Meran. Die Tomilov-Brüder Maxim und Alexey aus Russland, der koreanische Weltcupleader Hee Yong Park und dessen Landsfrauen Han Na Rai Song, bzw. WoonSeon Shin, die Schweizerin Petra Klingler – in Rabenstein ist die gesamte Elite im Eisklettern am Start.

Was die Vorbereitungen angeht, so befinden sich OK-Chef Reinhard Graf und sein Team absolut im Soll: „Selten waren die Bedingungen am Eisturm in Rabenstein so optimal wie heuer. Die klirrende Polarkälte der vergangenen Tage spielt uns natürlich absolut in die Karten. Aber nicht nur die Anlage ist in einem perfekten Zustand. Auch sonst laufen alle Vorbereitungen wie am Schnürchen. Einem Eiskletterfest steht in etwas mehr als einer Woche nichts entgegen.“

Der Eiskletter-Weltcup wird am Freitag, 27. Jänner auf dem Thermenplatz in Meran ab 17 Uhr offiziell eröffnet. Der Samstag (28. Jänner) beginnt mit der Qualifikation für das Schwierigkeitsklettern (Lead/ab 9.15). Am Nachmittag fallen im Schnelligkeitsklettern (Speed) ab 18.30 Uhr die ersten Entscheidungen. Das umfangreiche Wettkampfprogramm wird am Sonntagvormittag mit dem Halbfinale im Schwierigkeitsklettern fortgesetzt (ab 8.15). Das Finale steigt ab 13 Uhr.

www.eisklettern.it