Nachdem sie schon die erste Station des Deutschen Bouldercups 2016 für sich entscheiden konnten, holten Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) und Monika Retschy (DAV München-Oberland) am vergangenen Wochenende auch beim zweiten Stop der Wettkampfserie in Köln die Goldmedaille.

Deutscher Bouldercup 2016 in Köln (c) DAV/Vertical-Axis
Deutscher Bouldercup 2016 in Köln (c) DAV/Vertical-Axis

Auf den Plätzen zwei und drei reihten sich Thomas Tauporn (DAV Schwäbisch-Gmünd) und Simon Unger (DAV Augsburg), sowie Lilli Kiesgen und Janka Meyer (beide DAV Darmstadt-Starkenburg) ein.

Sowohl Jan Hojer, als auch Monika Retschy konnten mit ihrem Sieg ihre Favoritenrolle als Anwärter für den Titel des Deutschen Meisters 2016 bestätigen. Für Jan Hojer geht es außerdem um die Titelverteidigung, denn er ist der amtierende Deutsche Meister 2015.

Die Siege der ersten beiden Stationen in Hannover und Köln haben ihm einen Vorsprung von 40 Punkten zum zweitplatzierten Thomas Tauporn verschafft. Dennoch ist ihm der Gesamtsieg der diesjährigen Deutschen Bouldercup-Serie noch nicht sicher. Auch Tauporn könnte das Endergebnis durch einen Sieg bei der letzten Station im Mai noch für sich entscheiden.

Fotostrecke: Deutscher Bouldercup 2016 in Köln

Neue und überraschende Bouldertalente im Finale

Ein erfolgreicher Wettkampf war es auch für Kim Marschner (DAV Schwäbisch-Gmünd), der sich am Samstag über seine erste Finalteilnahme bei einem Deutschen Bouldercup freute. Der 18-Jährige kann sich zwar schon einige Erfolge in der Jugendwertung zugute schreiben, bei den „Großen“ schaffte er es in Köln aber zum ersten Mal ins Finale. Der sechste Platz ist damit ein sensationelles Ergebnis für ihn und ein mehr als gelungener Einstieg in die Seniorenwertung.

Bei den Damen freute sich Mona Kellner (DAV Freising) über einen sehr guten sechsten Platz. Sie schaffte es in Köln zum ersten mal seit 2013 wieder ins Finale eines Deutschen Bouldercups und kann mit ihrer Platzierung mehr als zufrieden sein.

Überraschend war aber auch der Auftritt von Jeanne Graeber (DAV Krefeld) beim Deutschen Bouldercup in Köln. Nach ein paar Wettkämpfen in der Jugend B-Wertung hatte sie als Jugendliche für eine Weile das Interesse am Bouldern verloren und fand erst vor ein paar Jahren zu dem Sport zurück. 2015 trat sie dann nach achtjähriger Wettkampfpause bei den offenen NRW-Landesmeisterschaften im Bouldern an und holte sich prompt einige Podiumsplatzierungen.

Ihr großes Talent bewies die 24-Jährige dann am Samstag auch auf nationaler Ebene. „Ich wollte einfach mal wissen, wo ich stehe, ich hatte ja nichts zu verlieren“, erklärte sie ihre überraschende Teilnahme. Mit einem überzeugenden vierten Platz erweist sie sich definitv als ernstzunehmende Konkurrentin für Retschy & Co.

170 Jugendliche geben am Sonntag Gas

Ähnlich wie die Erwachsenen am Samstag hatten es die Jugendlichen beim zweiten Deutschen Jugendcup Bouldern am Sonntag mit modernen, durchweg anspruchsvollen Bouldern zu tun. Mit Griffe festhalten allein war es nicht getan, hier war Bewegungstalent gefragt.

In der weiblichen Jugend B meisterte Hannah Meul von der DAV-Sektion Rheinland-Köln diese Anforderungen am besten. Nach der Qualifikation zog sie zwar „nur“ als Fünfte ins Finale ein, hier ließ sie ihre Konkurrentinnen dann aber mit deutlichem Abstand zurück. Sie kletterte als einzige alle vier Boulder und verwies Magdalena Zechmeister (DAV Berchtesgaden) und Frederike Fell (DAV Freising) mit je zwei Bouldern auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Jungs der Jugend B erzielte Christoph Schweiger vom DAV Ringsee mit sechs Bouldern in sieben Versuchen ein sensationelles Ergebnis in der Qualifikation, musste die Spitzenposition im Finale dann aber knapp an Moritz Welt (DAV Mittelfranken) abgeben. Schweiger wurde zweiter, auf dem dritten Platz landete ebenfalls nur knapp dahinter Mauro Naroska (DAV Wuppertal).

In der Jugend A fiel die Podiumsverteilung ebenfalls aus. Bei den Jungs zog Julian Schliessmann (DAV Sektion Schwaben) als Führender nach der Qualifikation ins Finale ein, wurde hier aber von seinen Konkurrenten überholt. Max Prinz (DAV AlpinClub Hannover) schnitt mit zwei getoppten Finalbouldern am besten ab, vor Florian Hecht (DAV München-Oberland) und Christian Range (DAV Rheinland-Köln) mit je einem Finalboulder.

Bei den Mädels der Jugend A war Romy Fuchs (DAV München-Oberland) besonders stark unterwegs. Sie stand auch beim ersten Deutschen Jugendcup Bouldern im Februar schon auf dem obersten Podiumsplatz der weiblichen Jugend A und trat in Köln sowohl in der Erwachsenen-, als auch in der Jugendwertung an. Nach einem sehr guten achten Platz beim Deutschen Bouldercup der Erwachsenen am Samstag kletterte sie am Sonntag beim Jugendcup ganz nach vorn und konnte mit ihrem ersten Platz souverän ihre Spitzenposition in der Jugendwertung verteidigen. Zweite wurde Emilie Gerhardt (DAV Karlsruhe), vor Lucia Dörffel (DAV Chemnitz) auf Platz drei.

Trotz strahlend blauem Himmel war das Zuschauerinteresse am zweiten Deutschen Bouldercup und Deutschen Jugendcup Bouldern groß. Zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern der DAV Sektion Rheinland-Köln veranstaltete das Stuntwerk Köln einen reibungslosen Wettkampf, der auf eine Wiederholung im nächsten Jahr hoffen lässt.

Ergebnisse 2. Deutscher Bouldercup:

DAMEN:
1. Monika Retschy (DAV München-Oberland)
2. Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg)
3. Janka Meyer (DAV Darmstadt-Starkenburg)

HERREN:
1. Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main)
2. Thomas Tauporn (DAV Schwäbisch-Gmünd)
3. Simon Unger (DAV Augsburg)

Ergebnisse 2. Deutscher Jugendcup Bouldern:

WEIBLICHE JUGEND B:
1. Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln)
2. Magdalena Zechmeister (DAV Berchtesgaden)
3. Frederike Fell (DAV Freising)

MÄNNLICHE JUGEND B:
1. Moritz Welt (DAV Mittelfranken)
2. Christoph Schweiger (DAV Ringsee)
3. Mauro Naroska (DAV Wuppertal)

WEIBLICHE JUGEND A:
1. Romy Fuchs (DAV München-Oberland)
2. Emilie Gerhardt (DAV Karlsruhe)
3. Lucia Dörffel (DAV Chemnitz)

MÄNNLICHE JUGEND A:
1. Max Prinz (DAV AlpinClub Hannover)
2. Florian Hecht (DAV München-Oberland)
3. Christian Range (DAV Rheinland-Köln)

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