Die beiden Olympia-Teilnehmer im Sportklettern für Deutschland: Jan Hojer (links) und Alexander Megos. Foto: Team Deutschland/Max Galys
Die beiden Olympia-Teilnehmer im Sportklettern für Deutschland: Jan Hojer (links) und Alexander Megos. Foto: Team Deutschland/Max Galys

Auch der DAV war vertreten: Für das Sportklettern bei Olympia haben sich Jan Hojer und Alex Megos qualifiziert. Die Einkleidung markiert traditionell den Auftakt zur heißen Phase der Olympia-Vorbereitung: Die Spiele in Tokio beginnen bereits in weniger als vier Wochen.

Die Einkleidung bildet symbolisch den Auftakt für die heiße Phase der Olympia-Vorbereitung: In weniger als vier Wochen, am 23. Juli, beginnen die auf dieses Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio. Das Sportklettern feiert sein olympisches Debüt dann ein wenig später im Terminkalender, nämlich vom 3. bis 6. August.

Nur noch wenige Wochen bleiben den beiden deutschen Teilnehmern also für den Feinschliff. Der Zeitplan ist eng gesteckt, neben instensiven Trainingseinheiten wird es auch nochmal internationale Vergleichsmöglichkeiten geben: Beim Weltcup in Villars in der Schweiz (1.-3.7.) startet Megos im Lead und Speed und im französischen Chamonix (12./13.7.) geht Hojer im Lead an die Griffe. Am 19. Juli fliegt dann das deutsche Kletter-Team geschlossen nach Japan.

Aktuell sind die deutschen Athleten auf gutem Weg: Würde man eine Combined-Wertung an die Ergebnisse des letzten Boulder- und Leadweltcups in Innsbruck anlegen, wäre Megos in den Top vier gelandet. Ein guter Start in die letzten Vorbereitungswochen!

Alex Megos bei der Einkleidung in München am 28. Juni. Foto: Team Deutschland/Max Galys
Alex Megos bei der Einkleidung in München am 28. Juni. Foto: Team Deutschland/Max Galys

Alexander Megos

“Olympia ist nach wie vor das größte Sportevent, das es weltweit gibt. Das sind wirklich 10.000 Athleten aus allen möglichen Sportarten, die an einem Ort zusammenkommen. Das war schon immer etwas, das mich als Kind fasziniert hat, seitdem ich 2004 in Athen bei den Olympischen Spielen als Zuschauer dabei war.

Jetzt haben wir die Möglichkeit, unseren Sport auf der großen Bühne zu präsentieren – und Olympia kommt spürbar näher. Nicht zwangsläufig wegen der Einkleidung, klar die Einkleidung gibt natürlich ein Feeling in die Richtung, sondern einfach, weil es zeitlich näher rückt.

In einem Monat ist es ja schon so weit beziehungsweise in drei Wochen fliegen wir ja schon los. Ich denke, meine aktuelle Form passt soweit, gerade im Bouldern war ich bei den letzten vier Weltcups konstant im Halbfinale, was mir ein gutes Gefühl vermittelt.”

Alle Infos über Alex Megos finden Sie hier: alpenverein.de/alexander-megos

Jan Hojer; Foto: Team Deutschland/Max Galys
Jan Hojer; Foto: Team Deutschland/Max Galys

Jan Hojer

Gegenüber dem BR sagte Jan Hojer bei der Einkleidung:

“Die Vorfreude steigt auf jeden Fall mit jedem Tag.

Gerade heute wird das Ganze zum ersten Mal ein bisschen greifbarer: Jetzt haben wir die Klamotten und auch andere Athleten gesehen.

Da kann man sich vorstellen, dass es bald los geht.”

Alle Infos über den Athleten finden Sie hier: alpenverein.de/jan-hojer

Trainer Urs Stöcker

“Wir fliegen am 19. Juli ab, Richtung Tokio. Bis dahin geht es aber noch rund mit Weltcupteilnahmen und Trainingslagern für den letzten Feinschliff. Vor Ort können wir uns trotz strenger Corona-Regeln in verschiedenen Top-Trainingszentren vorbereiten, wirklich unter wahnsinnig guten Trainingsbedingungen, und können uns dann auch nochmal an die Temperaturen gewöhnen.

Urs Stöcker, Foto: DAV/Marco Kost
Urs Stöcker, Foto: DAV/Marco Kost

Was unsere beiden Athleten ausmacht, ist, dass sie schon lange im Wettkampfgeschehen dabei sind. Gerade Jan hat mit seinen internationalen Titeln schon oft gezeigt, dass er auf den Punkt fit ist und liefern kann, wenn er muss. Aber auch Alex kann seit seinem Wiedereinstieg in das Wettkampfgeschehen 2017 einige Erfolge ausweisen, vor allem in seiner Paradedisziplin Lead.

Im Bouldern hat er diesen Winter viele Fortschritte gemacht, was man gerade an den letzten Weltcups ganz gut erkennen kann. Letztendlich versuchen wir uns natürlich so gut es geht vorzubereiten und unsere Bestleistung in Tokio zu zeigen – wofür es dann reicht, werden wir beim Wettkampf sehen.”

Der Show-Truck zur Olympia-Einkleidung vor dem Münchener Olympia-Stadion. Foto: Team Deutschland/Frank May
Der Show-Truck zur Olympia-Einkleidung vor dem Münchener Olympia-Stadion. Foto: Team Deutschland/Frank May

Die Roadshow des DOSB – Einkleidung dezentral

In einer vierwöchigen Tour quer durch Deutschland findet aktuell die Einkleidungs-Roadshow des DOSB für das Team Deutschland statt. In diesem Zuge werden rund 750 Sportler*innen aus 25 Spitzenverbänden mit einheitlichen Team-Klamotten für die Olympischen Spiele ausgestattet. Der extra dafür eingerichtete Truck steuert auf seinem Weg insgesamt acht Einkleide-Stopps an.

Am Montag, den 28. Juni erreichte die Show am Münchener-Olympiastadion bereits ihre fünfte Station. Unter den deutschen Athlet*innen in München nahmen auch Jan Hojer vom DAV Frankfurt/Main und Alexander Megos vom DAV Erlangen an der offiziellen Einkleidung teil.

Bisher wurde die Team-D-Ausstattung immer bei einem zentralen Event übergeben. Der nun dezentrale Ansatz soll nicht nur der aktuellen Pandemiesituation Rechnung tragen, sondern die Einkleidung der Qualifizierten und ihres Betreuerstabs in diesen herausfordernden Zeiten möglichst komfortabel machen und ihnen lange Reisewege ersparen.