4.000 begeisterte Zuschauer und Top-DJs bildeten in der voll besetzten Stuttgarter Porsche-Arena einen würdigen Rahmen für die besten Kletterer der Welt. Angeführt von den neuen adidas ROCKSTARS Miho Nonaka aus Japan und Jernej Kruder aus Slowenien lieferten die zwölf Finalisten fantastischen Klettersport, der teilweise die Grenzen des Machbaren überschritt.

Miho Nonaka und Jernej Kruder sind die adidas ROCKSTARS 2018 (c) Christian Waldegger, Vladek Zumr
Miho Nonaka und Jernej Kruder sind die adidas ROCKSTARS 2018 (c) Christian Waldegger, Vladek Zumr

Mit Nonaka und Kruder hatte die 2018er Version von adidas ROCKSTARS Gewinner, die in allen drei Wettkämpfen (Qualifikation, Semifinal, Final) zu überzeugen wussten. Entsprechend fair und respektvoll applaudierten auch die finalen Konkurrenten, Alex Puccio (USA) und Jongwon Chon (KOR), den neuen Siegern.

„Ich bin überglücklich, dass ich jetzt endlich ein ROCKSTAR bin. Ich bin wirklich total aufgeregt“, freute sich Nonaka über ihren ersten Titel in Stuttgart und durfte sich zusätzlich die lobenden Worte der Unterlegenen anhören. „Sie ist extrem schnell. Ich wusste das natürlich vorher, aber dass sie so schnell ist. Wow“, sagte Alex Puccio nach dem Finale und bedankte sich – stellvertretend für alle Finalteilnehmer – beim „fantastischen Publikum“ für einen tollen Abend.

Für Kruder, zum zweiten Mal adidas ROCKSTAR nach 2013, war der Triumph „die Krönung einer fantastischen Saison.“ „Das ist die Kirsche auf der Torte.“ Auch sein letzter Kontrahent war zufrieden. „Ich bin sehr glücklich, es kann halt nur einer der Sieger sein.“

Fotostrecke: adidas ROCKSTARS 2018

adidas ROCKSTARS-Finale im Eliminationsmodus: aus 6 mach 3, mach 2, mach 1

Die Finalrunde fand in einem Eliminationsmodus statt. Für die zwölf Finalisten waren vier Boulderrouten aufgebaut. In Runde eins mussten alle Athleten zwei Routen erklettern, für das schlechtere Trio der jeweils sechs Starter war danach Endstation. Bei den Damen konnten nach dem Auftakt Stasa Gejo (SRB), Petra Klingler (SUI) und Chloé Caulier (BEL), bei den Herren die Japaner Keita Watabe und Kokoro Fujii sowie Sergii Topishko (UKR) die Beobachterrolle einnehmen.

Jongwon Chon (c) Christian Waldegger
Jongwon Chon (c) Christian Waldegger

Mit Wataba schied der dominante Sieger des Semifinals etwas überraschend aus, während speziell Jongwon Chon eindrucksvoll seine Klasse und seinen Spaß am Klettern demonstrierte. Die beiden Siegerinnen des Damen-Semifinals, Alex Puccio und Miho Nonaka, machten auch in der ersten Finalrunde den besten Eindruck und schafften beide Routen.

Die verbliebenen drei Besten nahmen eine dritte Boulderroute in Angriff, um ihre Kletterkunst zu demonstrieren. Diese Runde war – nach den Eindrücken des Abends erwartungsgemäß – die letzte für die Russin Katerina Kipriianova und den Japaner Tomoaki Takata, so dass Puccio und Nonaka sowie Kruder und Chon, der als einziger auch das dritte Herren-Problem löste, als „Superfinalisten“ feststanden.

Chon und Kruder (c) Christian Waldegger
Chon und Kruder (c) Christian Waldegger

Nonaka mit deutlichem Sieg, Kruder und Chon mit gemeinsamem Siegertanz

An gleichgeschraubten Routen und durch einen Sichtschutz getrennt, kletterten diese im großen Showdown beim „Superboulder“ parallel gegeneinander. Im Sport kann es nur eine und nur einen geben: Die Krone der adidas ROCKSTARS 2018 setzten sich Nonaka und Kruder auf. Die Japanerin, Weltcup-Champion in diesem Jahr, siegte letztlich deutlich gegen die Titelverteidigerin aus den USA. Kruder, Weltcup-Sieger 2018, gewann knapp gegen den koreanischen Vize-Weltmeister 2018, bevor die beiden besten Boulderer der letzten zwei Tage zusammen tanzten.

Nonaka und Puccio (c) Christian Waldegger
Nonaka und Puccio (c) Christian Waldegger

Die deutschen Kletterer hatten das Finale knapp verpasst

Die fünf deutschen Semifinal-Teilnehmer um Europameister Jan Hojer (Köln) hatten am Vormittag das Finale der besten Sechs verpasst. Hojer schaffte Rang elf. Yannick Flohé (Essen) als Achter und Alma Bestvater (Weimar) als Zwölfte waren nah dran, in der Porsche-Arena noch einmal antreten zu dürfen, scheiterten aber knapp.

Dieses Los teilten sie indes unter anderem mit dem frisch gebackenen Weltmeister Kai Harada aus Japan und weiteren namhaften Top-Stars der Kletterszene, was unterstreicht, welch hochklassiger Sport an den zwei Klettertagen in Stuttgart geboten wurde.

Video: adidas ROCKSTARS 2018 Highlights

adidas ROCKSTARS 2019 am 13/14. September wieder in Stuttgart

Nach vier Tagen Bouldersport mit Weltklasse-Athleten, Hobby-Kletterern und der zweiten Auflage von Ticket to Rockstars Only For Women werden bereits am Montagabend nur noch die tollen Erinnerungen, die Berichterstattung und die Plakate darauf hinweisen, dass in der Porsche-Arena die weltbesten Kletterer zu Gast waren. Insgesamt sind in den letzten Tagen über 400 Kletterer aus über 20 Nationen angetreten.

Aber nach adidas ROCKSTARS ist vor adidas ROCKSTARS. In 2019 findet der Event am 13./14. September statt. Daher wird der erste Teil der 230-köpfigen Crew, die hinter einer derartigen Veranstaltung steht, wieder neun Tage vor der ersten Boulderaction im NeckarPark eintreffen und erneut spektakulären Klettersport und beste Unterhaltung vorbereiten.

Miho Nonaka (c) Christian Waldegger
Miho Nonaka (c) Christian Waldegger

ERGEBNISSE adidas ROCKSTARS 2018:

Damen:
1. Miho Nonaka (JPN)
2. Alex Puccio (USA)
3. Katerina Kipriianova (RUS)
4. Stasa Gejo (SRB)
5. Petra Klingler (SUI)
6. Chloé Caulier (BEL)
12. Alma Bestvater (GER)

Herren:
1. Jernej Kruder (SLO)
2. Jongwong Chon (KOR)
3. Tomoaki Takata (JPN)
4. Keita Watabe (JPN)
5. Kokoro Fujii (JPN)
6. Sergii Topishko (UKR)
8. Yannick Flohé (GER)