Ringbandriss bei Anna Stöhr: Längere Verletzungspause droht

Bei Anna Stöhr, die beim Boulderweltcup in Vail im Finale nach dem zweiten Boulder verletzt aufgeben musste, hat sich nach einer eingehenden Untersuchung in der Universitätsklinik Innsbruck leider der Verdacht bestätigt, dass ein Ringband im rechten Ringfinger gerissen ist.

Anna Stöhr beim Boulderweltcup 2015 in Toronto, Kanada (c) Elias Holzknecht
Anna Stöhr beim Boulderweltcup 2015 in Toronto, Kanada (c) Elias Holzknecht

Mit dieser Verletzung droht Österreichs Ausnahme-Boulderin eine längere Wettkampfpause.

„Beim letzten Zug des zweiten Finalboulders in Vail hörte ich einen Knall und spürte, dass etwas in meinem rechten Ringfinger nicht in Ordnung ist. Daraufhin habe ich den Bewerb sofort abgebrochen und den Finger ruhig gestellt. Leider hat sich nun aber nach der Rückkehr aus Vail und einer eingehenden Untersuchung durch Dr. Andrea Klauser an der Universität Innsbruck der erste Verdacht bestätigt, dass das Ringband im rechten Ringfinger (A4) gerissen ist. Das ist natürlich sehr bitter. An Klettern ist nun vorerst einmal nicht zu denken, da der Finger ruhig gestellt werden muss. Ich hoffe aber, dass ich in drei bis vier Wochen wieder mit leichtem Training beginnen kann. Wie lange es dauert bis ich wieder an Wettkämpfen teilnehmen kann ist derzeit noch nicht absehbar. Das hängt vom weiteren Heilungsprozess ab.“ erläutert Anna Stöhr.

Jakob Schubert konzentriert sich ab sofort auf die Vorstieg-Saison Während damit zu rechnen ist, dass Anna Stöhr unter Umständen für den Rest der heurigen Weltcupsaison verletzungsbedingt ausfallen wird, beendet Jakob Schubert das Projekt „Boulder-Gesamtweltcup 2015“ vorzeitig und fokussiert sich ab sofort auf die Vorbereitung in seiner Spezialdisziplin Vorstieg.

„Nachdem die Boulder-Weltcupsaison bisher nicht ganz nach Wunsch verlief und eine Top-3 Platzierung im Boulder-Gesamtweltcup nur mehr sehr schwer möglich ist, habe ich mich nach Rücksprache mit Heiko Wilhelm (Anm. ÖWK Sportdirektor) und Martin Hammerer (Anm. ÖWK Nationaltrainer) dazu entschlossen, dass ich mich ab sofort ganz der Vorbereitung auf die Vorstieg-Weltcupsaison widme und die Boulder-Weltcupsaison beende. Ich habe dadurch mehr Zeit an der notwendigen Ausdauer im Vorstieg zu arbeiten und kann den Trainingsfokus auf den Weltcupauftakt und die Vorstieg-EM in Chamonix legen (10.-12.07.2015).“ erklärt Jakob Schubert.

Nächste Weltcup-Stationen: Chongqing / Haiyang (CHN)

Die beiden nächsten Stationen im Boulder-und Speedweltcup sind Chongqing (20./21.06.) und Haiyang in China (26./27.06.). Der ÖWK entsendet mit Nina Lach (Speed), Katharina Saurwein und Berit Schwaiger (Boulder) drei Athletinnen zu den China-Bewerben.