Action Directe, Markus Bock und der elfte Grad, schwere Routen, viele Löcher - in der Fränkischen dreht sich (fast...) alles ums Klettern und am 19./ 20. Juli auch um das Wettkampfklettern.

Ines DullAn diesem Wochenende wird es in der Forchheimer Kletterhalle Magnesia wohl nicht nur wegen der zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen heiß hergehen: Der zweite Sportklettercup 2008 und der Jugend- und Juniorencup sind zu Gast im Frankenstädtchen. Zudem wird am 20. Juli als weiteres Highlight mit der adh-Trophy seit langen Jahren wieder eine Hochschulmeisterschaft im Sportklettern stattfinden. Aber wer angesichts dieses dicht gepackten Wochenendes zu viel Hitze mitten im Sommer befürchtet, sei beruhigt: Die Kletterhalle ist klimatisiert…

Im Run um die Cup-Gesamtwertung werden wieder die besten Wettkampfkletterer der Nation erwartet – und vielleicht verirren sich auch wieder einige alte Franken-Recken zum Wettkampf ins Magnesia wie bei den Wettkämpfen in den letzten Jahren…

Bei den Herren zählen neben dem Gewinner des ersten Cups in Dresden, Markus Hoppe (SBB), und den beiden Altmeistern Christian und Andreas Bindhammer (Allgäu-Kempten) vor allem die aufstrebende Generation der „jungen Wilden“ zu den Favoriten: In Dresden noch knapp am Sieg vorbei, wäre es Stefan Danker (Landshut), Thomas „Shorty“ Tauporn (Schwäbisch-Gmünd) oder Felix Neumärker (SBB) endlich einmal zu gönnen, auch bei den „Großen“ ganz oben auf dem Treppchen zu stehen – das Potential dazu haben sie allemal.

Auch bei den Damen spielt sich das Geschehen hauptsächlich in den jüngeren Jahrgängen ab – hätte es beim Finale in Dresden ein Auto zu gewinnen gegeben, hätte kaum eine der Finalistinnen damit nach Hause fahren können… Allen jungen Damen voran wird wieder Juliane Wurm (Wuppertal) als Seriensiegerin der Deutschlandcups die Bürde der Favoritenrolle auf sich nehmen, mit der sie bisher allerdings bestens zurecht kam.

In dieser Saison ebenfalls sehr stark unterwegs ist ihre Jugendkader-Kollegin Luisa Neumärker (SBB), die in Dresden den zweiten Platz belegte und bereits beim Bouldercup in Pforzheim den Sieg mit nach Hause nehmen konnte. Auch Ines Dull (Allgäu-Kempten) dürfte im Juli nach ihrer Abschlussprüfung wieder den Kopf frei haben, um sich voll den Wettkämpfen zu widmen und ist immer für eine Podiumsplatzierung gut, wie sie auch in Dresden gezeigt hat.