David Lama über den Steinkönig

David LamaDavid Lama war beim Red Bull Steinkönig als Experte im Elbsandsteingebirge vor Ort. Hier berichtet er über Spanferkel, Chalk und die beiden Steinkönige Martin Amann und Konrad Mathis.
 
Es war ein Super-Event: Der Red Bull Steinkönig in der Sächsischen Schweiz. Ich war mit Kilian hier, um einen Eindruck von der sächsischen Kletterschule zu gewinnen und den Teilnehmern Tipps zu geben. Auch Stefan (Glowacz; Anm.) war für einen Tag hier und half fleißig bei der Organisation mit.

Für die Teams der Teilnehmer und für Kilian und mich war der Bewerb eine wichtige und ganz neue Erfahrung: Mit dem Umstand, dass die Routen sehr spärlich mit Ringen versehen sind, kamen wir ja noch zurecht. Schließlich lernt man das Profil eines Berges besser kennen, wenn man nach seinen Zapfen, Rissen und Platten Ausschau halten muss, um sich zu sichern.

Aber ohne Chalk zu klettern war echt schwierig, denn gerade bei diesem schwülen Sommerwetter schwitzten die Hände ausgiebig. Ich glaube, das Elbsandsteingebirge ist der einzige Ort auf der Welt, an dem aus traditionellen Gründen ohne Magnesia geklettert wird – und ohne Hilfsmittel wie Keile und Friends (gefederte Klemmkeile; Anm.). Ich bin ein paar der altehrwürdigen Routen durchgestiegen, eine dürfte aus der dortigen Skala umgerechnet eine 8b gewesen sein.

Was mich noch beeindruckt hat? Die Landschaft, die ist echt schön. Ihrem Genuss kommt entgegen, dass man hier keine Wände durchsteigt und sich dann wieder abseilt, sondern die abgerundeten Gipfel der Felstürme besteigt; dort oben geht's dann in alle Richtungen steil abwärts, dafür waren aber auch die Perspektiven unglaublich. Und die Teilnehmer unglaublich fertig!

Gewonnen haben der Innsbrucker Mark Amann und der Hohenemser Konny Mathis, sie sind die Steinkönige 2008. Als Preis können sie mit Kilian und Stefan einen Kletterurlaub an einem Traumspot ihrer Wahl machen und bekommen eine komplette Kletterausrüstung von Vaude und Edelrid. Am Ende des heißen Sonntags gab es ein cooles Festl mit Spanferkel-Grillage auf der Burg Königstein.