Das Projekt an der Südostseite des Monte Rosa im italienischen Aostatal gelang Hervé Barmasse am 30. September 2011 in Begleitung eines ganz besonderen Partners, seinem Vater Marco.

Hervé und Marco Barmasse eröffnen eine neue Route an der Südostseite des Monte Rosa

Nach dem Zustieg kletterten der The North Face Athlet Hervé Barmasse und sein Vater Marco Barmasse die Route von der "Pianoro Hellermann" in einer Höhe von 3.800 Metern aus.

Fotostrecke: Herve und Marco Barmasse an der Monte Rosa

Fotos: © Damiano Levati

Sie erreichten noch am selben Abend den Gipfel, die Route im gemischten Gelände ist somit insgesamt 800 Meter lang. Hervé und Marco kletterten die Route im klassischen Alpinstil. Lockere Felsen entlang der Route machten diese zu einer technisch und psychologisch anspruchsvollen Route, die die beiden Athleten mit dem Schwierigkeitsgrad ED (Extremely Difficult) bewerteten.

Hervé sagt über den gemeinsamen Erfolg mit seinem Vater: "Diese Expedition hat für mich eine wichtige Bedeutung, da ich einen ganz besonderen Kletterpartner hatte, meinen Vater. Er hat mir die Begeisterung und Freude am Erkunden der Berge vermittelt und er hat mir auch beigebracht, die Berge zu respektieren und zu lieben."

Die neue Route auf dem Monte Rosa ist der letzte Teil der Kletter-Trilogie The North Face "Exploring The Alps". Das Projekt umfasst drei neue Routen auf drei der höchsten Gipfel der Alpen und in drei verschiedenen Kletterstilen. Ziel ist es, die Grenzen des Bergsteigens zu erweitern – und zwar dort, wo der Alpinismus seine Anfänge hat: in den Alpen.

Während der ersten Begehung im Rahmen der Expedition im April 2011 eröffnete Barmasse eine neue Route auf dem Matterhorn solo. Gemeinsam mit den spanischen Kletter-Brüdern Iker und Eneko Pou eröffnete er dann im August 2011 "La Classica Moderna". Hervé Barmasse definiert mit der Trilogie die Grenzen des Kletterns in den Alpen, der Wiege des Alpinsports, neu.

Hervé Barmasse
über sein Projekt:

"Die Exploring the Alps Trilogie zeigt, dass es auch heute noch großartige Möglichkeiten gibt, neue Routen zu eröffnen und außergewöhnliche Abenteuer und Emotionen zu erleben; man muss nur dazu bereit sein, das Risiko einzugehen und die Herausforderungen anzunehmen, die die Alpen zu bieten haben. Heute wie damals können wir dieses Ziel dadurch erreichen, dass wir die grundlegenden Eigenschaften des klassischen Bergsteigens bewahren.
<br />Wenn ich eines aus diesen drei Projekten gelernt habe, dann, dass es in Wahrheit nicht darauf ankommt, welchen Berg wir für unseren Aufstieg wählen, wie hoch dieser Berg ist oder vor welche technischen Schwierigkeiten er uns stellt, sondern vielmehr auf die Art und Weise, wie wir der Herausforderung begegnen, die Emotionen und Gefühle, die wir aus diesen Erfahrungen mitnehmen, die selben einzigartigen Emotionen, die mich schon morgen auf eine andere Expedition führen werden."

Der Monte Rosa (4.634 m) ist der höchste Berg der Schweiz und der zweithöchste Berg in den Alpen und in Westeuropa. Der Gipfel des Monte Rosa, die Dufourspitze in 4.634 Metern Höhe, ist der höchste Punkt der Walliser Alpen. Obgleich der Hauptgipfel in der Schweiz im südöstlichen Teil des Kantons Wallis liegt, gilt das Monte Rosa Massiv als zweithöchstes Massiv Italiens.

Die Höhepunkte der Expedition und Informationen zu den Athleten gibt es unter folgenden Links: Website: www.thenorthfacejournal.com
Facebook: www.facebook.com/thenorthface