Tillmann Müller und Jörg Helfrich von Slackline-Tools sowie Teammitglied Lars Krücke gelingt am 06. September 2009 die Erstbegehung.

Höchste Highline Europas in über 4500m Höhe

Am 06. September 2009 haben Tillmann Müller und Jörg Helfrich von Slackline-Tools sowie Teammitglied Lars Krücke den bisherigen Höhenrekord einer Highline in Europa gebrochen. Den Slacklinern gelang die Fixierung und Erstbegehung einer 30m langen Highline von der Capanna Regina Margherita (4554m), der höchstgelegenden Hütte Europas auf der Signalkuppe/ Punta Gnifetti (Monte Rosa) in den Walliser Alpen/ Italien, zum gegenüberliegenden Gendarm des Gratausläufers der Signalkuppe.

Fotostrecke: Höchste Highline Europas in über 4500m Höhe

Fotos: © Slackline Tools

Tillmann Müller: „Es ist jedes Mal wieder ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man in so einer spektakulären Umgebung und bei so schwierigen Bedingungen einen Weg gegangen ist, den noch keiner vor einem genommen hat.“

2007 begingen Müller und Helfrich bereits die bisher höchste gespannten Highline Europas zwischen den Gipfeln des Dent du Géant (Montblanc-Massiv) in 4013m Höhe. Die „Gnifetti-Line“ ist noch einmal über 500m höher. „Die Line war eine andere Nummer. Man muss gut akklimatisiert sein, damit man überhaupt der mentalen Herausforderung gewachsen ist. Außerdem kommt man unglaublich schnell außer Atem“, weiß der ausgebildete Bergführer Jörg Helfrich. „Ich habe bei einer Highline noch nie so gekämpft.“Zur Höhe kommen Ausgesetztheit, von der Spitze der Signalkuppe bis zum Wandfuß geht es im Osten ca. 2500m in die Tiefe, und vor allem der starke Wind und die geringen Temperaturen in über 4500m Höhe. „Wir hatten Minusgrade. Ich hatte noch nie so viele Klamotten zum Slacklinen an wie heute.“, berichtet Tillmann Müller, der die Highline wie auch Helfrich und Krücke dennoch barfuß ging.

Wie schon 2007 haben die Slackliner von Slackline-Tools zusammen mit Lars Krücke das gesamte Material, das sie für den Setup der Highline benötigten, selbst auf den Gipfel der Signalkuppe getragen. Für die gut 2000 Höhenmeter Zustieg vom Gorner Gletscher über die Monte-Rosa-Hütte war Gletscherausrüstung wie Steigeisen und Pickel notwendig.Für Slackline-Tools Teammitglied Lars Krücke war es die erste Highline in solch beeindruckender Szenerie – von der Hütte sieht man unter anderem das Matterhorn und das Montblanc-Massiv: „Es ist was völlig anderes als Zuhause im Park zu Slacklinen – ein unglaublich intensives Erlebnis. Ich bin froh, dass ich mit dabei war und von Jörgs und Tillmanns Erfahrung profitieren konnte.“

Mit bereits mehr als 20 Highlines in verschiedenster Umgebung haben Müller und Helfrich seit 2006 Erfahrung im Umgang mit Material und Aufbau sowie der mental anspruchsvollen Situation der Begehung von Highlines gesammelt. „Trotzdem: Jede Line ist anders. Man muss sich nicht nur auf die Länge und Höhe einstellen, sondern auch auf die Umgebung. Da spielen Orientierungspunkte, Neigung oder auch Sonne eine wichtige Rolle.“, erklärt Jörg Helfrich. Gerade wegen dieser Faktoren war die Begehung der „Gnifetti-Line“ vom Gendarm in Richtung Hütte noch einmal anspruchsvoller.

Slacken fürs Klima – Mit Greenpeace auf dem Gorner Gletscher

Eingeleitet wurde die mehrtägige Aktion am 4. September mit einer 38m langen Highline über einen Gletschersee auf dem Gorner Gletscher oberhalb Zermatts im Wallis (Schweiz) im Rahmen des Klimacamps von Greenpeace Schweiz. Mit der spektakulären Highline lenkten die Slackliner von Slackline-Tools am Abschlusstag des zweiwöchigen Camps von fast 50 Greenpeace-Aktivisten noch einmal die Aufmerksamkeit auf die Botschaft der Schweizer, die vor Ort auf die Gefährlichkeit des extrem rasch verlaufenden Klimawandels aufmerksam machen wollten.

Auch Slackline-Tools setzt sich seit Beginn des Unternehmens für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein, was sich in den SlackTivity Slackline-Sets widerspiegelt. Zudem macht Slackline-Tools Baumschutz und nachhaltiges Slacklinen in der Szene und unter den Herstellern immer wieder zum Thema. Seit Juli 2009 ist Slackline-Tools Mitglied bei „1% for the planet“ und spendet damit 1 % des Jahresumsatzes an Umweltschutzorganisationen.