Wenn die Alpinmesse Innsbruck diesen Oktober wieder ihre Pforten öffnet, dann werden abermals zwei Persönlichkeiten des Bergsportes Samstag- und Sonntagabend die große Bühne betreten. Die beiden Südtiroler Alpinisten Tamara Lunger und Simon Gietl präsentieren ihre aktuellen Projekte und erzählen von vergangenen Abenteuern.

Alpinmesse Innsburck 2018

Tamara Lunger: Samstag, 20. Oktober 2018, 19 Uhr Forum 2

„Unpredictable“ – „Unvorhersehbar“ betitelt Tamara Lunger ihren Vortrag, und dieser lässt bereits Grenzerfahrungen vermuten. Dabei ist die Tochter eines bekannten Skibergsteigers in den Bergen aufgewachsen und Unberechenbares gewohnt. Sie war zweifache italienische Meisterin im Skibergsteigen und U23-Weltmeisterin, sammelte von 2009 weg Gipfel ab 6.000 m Höhe, war 2013 am Pik Lenin und bestieg 2014 als erst zweite Frau Italiens den K2.

Tamara Lunger (c) Archiv Lunger
Tamara Lunger (c) Archiv Lunger

In der Akklimatisierungsphase für die Winterbesteigung des Manaslu eröffnete sie 2015 mit Simone Moro eine neue Route im alpinen Stil an der Nordwand des Island Peak. Außerdem bestreitet die 32-jährige Boznerin Ultra Trail Runs. Das sei das Leben, das sie wolle, und nichts anderes, sagt Tamara Lunger über sich selbst und bezeichnet sich auch gerne als Träumerin, die verliebt in die Berge ist.

Tamara Lunger (c) Archiv Lunger
Tamara Lunger (c) Archiv Lunger

Ihr Multivisionsvortrag bei der Alpinmesse Innsbruck 2018 führt vom Abstieg des Nanga Parbat im Winter, über den Kangchenjunga in Nepal und Paragliding-Flüge in Nordindien bis zur extremen Kälte Sibiriens. Er handelt von Abenteuern und dem Unvorhersehbaren, vom Wetter, zwischenmenschlichen Beziehungen und Gefühlszuständen. Was werde ich noch erreichen können, fragt sie sich auch und wie weit sie physische und psychische Anstrengung ertragen kann.

Simon Gietl: Sonntag, 21. Oktober 2018, 17 Uhr Forum 2

Der Südtiroler Bergführer und Salewa Athlet Simon Gietl bringt „Träume aus Stein“ mit zur Alpinmesse 2018, weil er das Alpinklettern sowie Bergsteigen neu erfinden will. Er erzählt von einer beeindruckenden Erstbesteigung 2017 mit Vittorio Messini am Shivling in Nordindien, von seinem Leben als Kletterer, den Beweggründen für seine Expeditionen und weiteren Erstbegehungen in Patagonien, Peru und seiner Heimat, den Dolomiten.

Simon Gietl (c) Archiv Gietl
Simon Gietl (c) Archiv Gietl

Im Schatten des Rammelsteins, dem Tor zur Riesenfernergruppe ist er aufgewachsen. Zum Klettern kam er erst mit 18 Jahren zufällig, als er per Anhalter mit einem Bergsteiger unterwegs war und von dessen Abenteuern hörte. Gietl wird Bergführer und sammelt bald Auszeichnungen für seine alpinen Projekte, wie den alpinen Förderpreis des AVS, die „Silla Ghedina Apollonio Meneardi“ oder den „Grignetta d’Oro“.

Simon Gietl (c) Archiv Gietl
Simon Gietl (c) Archiv Gietl

Diesen Juli bekommt er den „Karl-Unterkircher-Award“ überreicht. „Fühl dich stark, aber nicht unsterblich“, ist sein Motto. Nicht allein der Gipfel sei es, was ihn antreibe, es sei das „Gesamtpaket“. Ihm gehe es um das Entdecken, Abstecken und Klettern moderner und anspruchsvoller neuer Routen mit traditioneller Absicherung, sagt der 33-jährige.

Ab Juli sind die Kombitickets mit Multivisionsvortrag und Messeeintritt im Webshop der Alpinmesse erhältlich.

Infos, Ticketpreise und Webshop unter www.alpinmesse.info