Glück ist mehr als nur Zufall. Beim International Mountain Summit (IMS) haben zwei einzigartige Menschen das Glück im Leben aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Hans-Peter Stauber (ServusTV), Markus Gaiser (IMS), Florian Langenscheidt, Peter Habeler, Egon Bernardi (3DWood) und Alex Ploner (IMS) (c) IMS
Hans-Peter Stauber (ServusTV), Markus Gaiser (IMS), Florian Langenscheidt, Peter Habeler, Egon Bernardi (3DWood) und Alex Ploner (IMS) (c) IMS

Der Glücksforscher und Bestsellerautor Florian Langenscheidt lieferte die wertvolle Grundlage und Bergsteigerlegende Peter Habeler einen weiteren Beweis dafür, was Glück heute auszeichnet.

Es sind die Gänsehaut-Momente, die Florian Langenscheidt schon früh in seiner Jugend beschäftigt haben. Das Gefühl von echten Gipfelerlebnissen im Alltag, in denen der Moment einfach perfekt erscheint. Der Glücksforscher und Bestseller-Autor hat daraufhin jahrzehntelang aufmerksam beobachtet und erforscht, was Menschen glücklich macht. Die wichtigsten Grundlagen zum Verstehen erzählte er auf der Bühne in Brixen bei der IMS Euroregio Night. Wer seinen Ansätzen aufmerksam zuhört, erkennt damit auch einige Lektionen, die er in seinen Rucksack packen kann, wenn er sich auf die vielen Wanderung zum Glück begibt.

„Glück ist eine Entscheidung“, sagt Florian Langenscheidt und verwendet dabei das Beispiel vom Autofahrer im Stau, der sich entweder ärgern, oder die Zeit für gute Musik und neue Gedanken nutzen kann. Ziele zu haben sei wichtig. Die Perspektive und Erwartungshaltung entscheide aber oft, wer in den vielen Momenten wirklich glücklich sei. Viele Momente des Glücks seien weder planbar, noch vorhersehbar. Langenscheidt erklärt: „Die Textur steckt vor allem in der Fülle vieler kleinen Momente“. Außerdem seien Dankbarkeit und Empathie für ein glückliches Miteinander unverzichtbar. Das größte Glück finde jeder dann, wenn er sich um das Glück anderer kümmere.

Mit diesen starken Botschaften des Glücks ist die Kletter- und Bergsteigerlegende Peter Habeler bestens vertraut. Mit 75 Lebensjahren kann der Zillertaler nicht nur auf zahlreiche beeindruckende Bergerlebnisse, Rekorde und Persönlichkeiten zurückblicken, sondern auch auf seine eigenen Ursprünge des Glücks: Die Berge und Menschen, die an seiner Seite waren.

„Der Partner am Berg ist das Wichtigste überhaupt“, erzählt er. Er zehre heute immer noch von der Kindheit, in der seine Mutter und Bergführer in den Zillertaler Bergen maßgeblich dazu beitrugen, seine Leidenschaft in die Tat umzusetzen. Habeler lebt und liebt die Natur, behält sich stets seine humorvollen Anekdoten bei. Irgendwie passend, dass er sich zu seinem 75. Geburtstag genau diesen einen Wunsch erfüllen möchte: Nachdem er 40 Jahre zuvor mit Reinhold Messer die 1.800 Meter Eiger Nordwand bestiegen hatte, möchte er es 2017 noch einmal versuchen. Mit 75, wenn manch anderer im Schaukelstuhl sitzt.

Ein Entschluss, der ihn heute noch bewegt, wenn er die Bilder zeigt, in denen er bei Schnee und Eis am Fels entlangklettert. Doch er ist nicht allein. An seiner Seite klettert David Lama, einer der größten und weltbesten Bergsteiger. Peter Habeler hat zu ihm eine besondere Beziehung: Bei den ersten Kletterversuchen von David Lama war er der Mentor. An der gefährlichen Eiger Nordwand klettern die Beiden nun Seite an Seite, unterstützen sich – und schaffen den Gipfel. Peter Habeler ist mit 75 Lebensjahren der älteste Mensch, der die hohe Eiger Nordwand bestiegen hat.

Egon Bernardi, Präsident von 3D Wood überreichte ihm nach seinem Vortrag im Namen des IMS ein ganz besonderes Geschenk: Eine exakte, detailgetreue Abbildung „seiner“ Berge aus edlem Holz. Mit Dankbarkeit blickt Peter Habeler auf all die Höhen und Tiefen zurück, die sein Leben verändert haben: „Was uns alle verbindet ist die Liebe zur Natur. Man braucht Freude, Emotion, Humor und einen Menschen an seiner Seite, den man gerne mag, um glücklich zu sein. Dann kann man alles machen und erreichen.“ Peter Habeler ist der beste Beweis.

Der International Mountain Summit wird unterstützt von der Dachmarke Südtirol, Gemeinde Brixen, Region Trentino/Südtirol, Südtiroler Sparkasse und Stiftung Südtiroler Sparkasse, Pircher und KIKU.

www.ims.bz