Beim dritten Stop der diesjährigen Leadweltcup-Serie erreichte David Firnenburg mit Rang 19 das beste Ergebnis für das deutsche Team. Die Goldmedaille sicherten sich Domen Skofic und Janja Garnbret aus Slowenien.

David Firnenburg (c) The Circuit Climbing
David Firnenburg (c) The Circuit Climbing

Bestes Weltcup-Ergebnis für David Firnenburg

Sowohl beim Bouldern als auch im Lead nimmt David Firnenburg seit einigen Jahren erfolgreich an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil. Erst im Juni holte er die Bronzemedaille beim Deutschen Leadcup in München, einen Monat zuvor wurde er Vierter beim Deutschen Bouldercup in Zweibrücken. Zwischenzeitlich machte der 21-Jährige zusammen mit seinem Bruder Ruben immer wieder von erfolgreichen Felsbegehungen bis zum Grad 9a von sich hören.

Im Jahr 2011 startete er erstmals bei Leadweltcups in der Seniorenwertung und konnte seine Platzierungen von Jahr zu Jahr verbessern. Platz 19 ist sein bisher bestes Ergebnis und lässt in naher Zukunft auf eine Finalplatzierung hoffen.

Martin Tekles und Sebastian Halenke ebenfalls im Halbfinale

Neben David Firnenburg kamen auch Martin Tekles (DAV Achental) und Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch-Gmünd) ins Halbfinale. Tekles kletterte eine der Routen in der Qualifikation bis zum Top, Halenke konnte beide bis zum Ende durchsteigen. Damit qualifizierten sie sich für die nächste Runde und traten am Freitagabend im Halbfinale der besten 26 an.

Hier verließ sie aber dann ihr Glück, beide fielen schon früh aus der Wand. „Sebastian hat schon seit einer Weile einen tiefen Cut am Finger, der ihm immer noch Probleme bereitet“, erklärte Bundestrainer Maxi Klaus. Der Kleber zum Versiegeln der Wunde nahm dem Finger aber einiges an Griffigkeit, so dass Halenke an einem glatten Griff bei Zug 15+ abrutschte und sich mit Rang 26 begnügen musste.

Martin Tekles wurde ein wackliger Zug auf Höhe 17 zum Verhängnis. „Diese wackligen Züge sind leider nicht seine Stärke“, so Maxi Klaus. „Aber bis dahin ist er super souverän geklettert. Bei ihm ist seit letztem Jahr wirklich viel vorangegangen“.

Sebastian Halenke (c) The Circuit Climbing
Sebastian Halenke (c) The Circuit Climbing

Insgesamt ein gutes Teamergebnis

Für die anderen DAV Athleten Yannick Flohé (DAV Aachen), Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln) und Christoph Hanke (DAV Ringsee) reichte es leider nicht ganz für den Einzug ins Halbfinale. Besonders für Firnenburg und Flohé war es aber denkbar knapp. Beide konnten die erste Qualifikationsroute bis zum Top klettern, bei der zweiten Route trennten beide nur wenige Züge von einer Top 26-Platzierung. „Ruben ist vor allem die erste Qualifikationsroute wirklich blitzsauber durchgestiegen“, lobte Klaus. „Bei der zweiten Route ist ihm leider dann die Ferse von einem Tritt gerutscht“. Nur ein + hätte ihm noch für den Einzug ins Halbfinale gefehlt.

Auch Yannick Flohé trennte am Ende nur ein Zug vom Halbfinaleinzug. Nach einer Fingeroperation im Frühjahr war dies sein zweiter Auftritt bei einem Leadweltcup. Mit den Plätzen 28 (Ruben Firnenburg), 31 (Yannick Flohé) und 33 (Christoph Hanke) platzierten sich die drei in einem sehr starken Teilnehmerfeld aber insgesamt gut. „Wir haben ein super Teamergebnis erreicht“, so Klaus.

Bei den Damen gingen Chiara Clostermann (DAV Ringsee) und Solveig Korherr (DAV TUS Steisslingen) für den DAV ins Rennen. Clostermann landete auf Rang 40, Korherr kam auf Rang 43.

Zweimal Gold für Slowenien

Teilweise heftige Regenfälle erschwerten die Bedingungen am Finalabend in Briançon, und die Routenbauer hatten alle Hände voll zu tun, die Wände und Griffe trocken zu halten. Die Finalrunden mussten daher ein wenig nach hinten verschoben werden, fanden dann bei mäßig trockenenden Bedinungen aber mit etwas Verzögerung statt.

Die 17-jährige Janja Garnbret verteidigte erneut ihre Favoritenrolle für den Gesamt-Weltcupsieg. Sowohl die beiden Qualifikationsrouten, als auch die Halbfinalroute kletterte sie bis zum Top. Auch im Finale erreichte sie den Topgriff, hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits ihr Zeitlimit von acht Minuten überschritten. In der Ergebnisliste erhielt sie deshalb die Höhe von 43 Zügen gutgeschrieben. Dieses Ergebnis reichte aber trotzdem für einen verdienten Sieg.

Die Plätze zwei und drei der Damen gingen beide nach Österreich an Jessica Pilz und Magdalena Röck.

Bei den Herren stand ebenfalls ein Mitglied des slowenischen Nationalteams ganz oben auf dem Podium. Domen Skofic hatte schon den ersten Leadweltcup dieser Saison in Chamonix gewonnen und sicherte sich in Briançon seinen zweiten Leadweltcup-Sieg. Ganz knapp dahinter landete Lokalmatador Romain Desgranges (FRA) auf Platz zwei, vor Sean McColl (CAN) auf Rang drei.

Ergebnisse dritter Leadweltcup 2016 Briançon

Ergebnis DAMEN
Janja Garnbret (SLO)
Jessica Pilz (AUT)
Magdalena Röck (AUT)

40. Chiara Clostermann (DAV Ringsee)
43. Solveig Korherr (DAV TUS Steisslingen)

Ergebnis HERREN
Domen Skofic (SLO)
Romain Desgranges (FRA)
Sean McColl (CAN)

19. David Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)
25. Martin Tekles (DAV Achental)
26. Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch-Gmünd)
28. Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)
31. Yannick Flohé (DAV Aachen)
33. Christoph Hanke (DAV Ringsee)

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