Wer sein Benzin hauptsächlich auf der Straße verfährt und nicht wirklich im Gebirge oder querfeldein unterwegs ist, fährt mit All-Terrain-Gummireifen am besten. Denn sie bieten immer noch ordentliche Bodenhaftung, gepaart mit Komfort für spontane Spritztouren ins Grüne.

Land Rover Defender Im Gelände bieten sie immerhin noch überdurchschnittliche Leistung im Vergleich zu normalen Straßenreifen. Allrounder sind jedoch qualitativ nicht schlechter als reine Geländereifen, denn sie erfüllen ein spezielles Anforderungsprofil und weisen sowohl im Gelände als auch auf der Straße sichere Fahreigenschaften auf. Allroundreifen und solche, die hauptsächlich für die Straße geeignet sind, wo die meisten Sport Utility Vehicles (SUV) auch gefahren werden, sind am weitesten verbreitet und müssen nicht bei speziellen Händlern erworben werden. Überregionale Online-Reifenhändler bieten Kunden ein großes Sortiment an Reifen für jedweden Bedarf – selbstverständlich auch für Geländewagen.

Spezielle Eigenschaften von Offroad-Reifen

Für Trips ins Gelände reicht dies jedoch oftmals nicht aus, aber hierfür gibt es spezielle Mud-Terrain-Reifen, mit denen man für alle Eventualitäten bestens gerüstet ist. Gerade auf Pisten mit nassem, sandigem oder auch schlammigem Untergrund sowie auf steinigen und unwegsamen Feld- und Waldwegen zeigen sich die wahren Qualitäten der Offroad-Reifen. Ursprünglich wurden geländegängige Reifen für das Militär und dessen Bedarf entwickelt, um auch in unwegsamem Gelände voranzukommen.Heute nutzen nicht nur Militärfahrzeuge Offroad-Reifen, sondern auch SUVs, Geländewagen und geländegängige Motorräder wie z.B. Enduros, um auch die Fahrt auf Waldwegen sowie unbefestigtem Gelände uneingeschränkt zu ermöglichen. Für die nötige Bodenhaftung sorgen besonders grobe Profilstollen durch Haftreibung, die sie auch optisch von normalen Straßenreifen unterscheiden. Das Profil ermöglicht die sichere Fortbewegung auch bei extrem matschigem Untergrund oder auf Geröll. Für den überwiegenden Einsatz im Straßenverkehr sind Offroad-Reifen jedoch ungeeignet. Gute Offroader bieten besondere Eigenschaften wie eine robuste Materialqualität, Langlebigkeit und Straßentauglichkeit sowie -sicherheit. Da gerade geländegängige Reifen erhöhte Abrollgeräusche verursachen, gibt es hierzu eine spezielle Verordnung. Die ECE-Regelung 117 des Bundesverkehrsministeriums regelt, was erlaubt ist und was nicht. Käufer müssen sich jedoch nicht unbedingt mit bürokratischen Verordnungen beschäftigen, denn alle Reifen sind mit einem kleinen „S“ auf der Seitenwand gekennzeichnet, sofern sie die Bestimmungen zu den Grenzwerten erfüllen. Ältere Reifen ohne Kennzeichen dürfen allerdings noch abgefahren werden.

Tipps für extremes Gelände

Auf Pisten mit Geröll sollte man auf Misch- oder All-Terrain Profile achten, denn dort werden vor allem robuste Reifen benötigt, die eine hohe Aufprall- und Schnittbeständigkeit bieten. Vor der Fahrt sollten die Reifen ganz aufgepumpt werden, damit sie auch bei hohen Geschwindigkeiten Quetschungen standhalten. Im Schlamm greift man am besten auf dicke Spikeprofile zurück, die eine Art „Zahnradeffekt“ beim Antrieb bieten und sich somit nicht festfahren. Für weitgehend schlammige Strecken empfiehlt es sich für einen besseren Halt Luft aus dem Reifen zu lassen. Als Fahrer sollte man unter diesen Umständen auch keinesfalls blindwütig aufs Gas treten, denn dies würde auch die verbesserte Bodenhaftung von Schlammprofilen zunichte machen. Sandige Strecken durchfährt man, ähnlich wie bei schlammigen Bedingungen, ebenfalls mit niedrigen Luftdruck. Nach der Überwindung extremer Bedingungen sollte man jedoch Luftdruck und Fahrverhalten erneut den jeweiligen Bedingungen anpassen. Detaillierte Leitfäden für das Fahren im Gelände sind nicht nur kommerziell in Form von Handbüchern erhältlich, sondern es gibt sie beispielsweise auch kostenlos auf der Seite des Geländewagenherstellers Land Rover. Weiterführende Links: