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Der Aufbau von Kletterseilen
Die Hanfseilzeiten eines Luis Trenkers sind vorbei – moderne Kletterseile sind aus Polyamid 6 bzw. Polyamid 6.6, besser bekannt als Perlon bzw. Nylon. Ein Seil besteht aus einem Kerngeflecht das später auf der Flechtmaschine mit Mantelgarn umflochten wird. So entsteht ein sehr reißfestes Kern-Mantelseil wie es im Bergsport eingesetzt wird. Je nach Seil liegt der Mantelanteil zwischen 35 und 45 %.
Die Polyamidfasern sind etwa halb so dick wie ein Haar. Diese Fasern werden dann in immer größerer Zahl verdreht bis der Seilkern entsteht. Durch das Verdrehen erhält das Seil seine Elastizität. Dieser Kern wird anschließend mit speziellen Stoffen behandelt um das Seil vor UV-Strahlung zu schützen und die Reibung zwischen den Fasern zu reduzieren. Darüber hinaus ist in jedem Seil ein Kennfaden zu finden, der Auskunft über Herstellungsjahr und -firma gibt. Durch weitere chemische Behandlungen werden die Seile imprägniert, was je nach Einsatzgebiet eine äußerst sinnvolle Eigenschaft sein kann.
Durch den Aufbau aus Seilkern und –mantel ist das Seil sehr reißfest, verdrehen sich die beiden Bestandteile jedoch gegeneinander, beginnt das Seil zu krangeln, es wird in der Handhabung unangenehm. Gute Seile hingegen weisen keine oder sehr geringe Mantelverschiebung auf.
Eine weitere nützliche Entwicklung sind Bicolor-Seile: durch ein spezielles Flechtverfahren wechselt das Muster in der Seilmitte, was den Gebrauch natürlich angenehmer macht.
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