Ende
Januar gelang Hermann Schwaiger die erste Wiederholung von Zunami im
Saalbachtal. Hierzu nun sein Bericht des extrem steilen Leistenproblems
mit extremem Anspruch an die Fußtechnik.:

Hier
herrscht  derzeit tiefster Winter (1m Schnee und minus 15Grad).
Trotz diesen Bedingungen rief es mich immer wieder zu einem gewissen
Stück Fels. Das Objekt der Begierde zog mich seit Oktober letzten
Jahres in seinen Bann. Es handelt sich um 12 extreme Züge in einem
50Grad steilen Dach.

Den Anfang bilden 4 Züge im Bereich FB 8a+/8b. Hier heißt es
an zwei Mikroleisten voll zu beschleunigen um den nächsten Griff
zu erwischen. Dann Schwung abfangen und mit der zweiten Hand
dazugreifen. Allein dieser Zug galt letztes Jahr noch für nicht
möglich. Aber nach intensivem herumtüfteln fand ich endlich
eine Lösung.

Danach
geht es nahtlos in einen 8b/8b+ bloc über. Hier befindet sich auch
der schwerste Zug im ganzen Boulder. Ein knallharter 
Überkreuzer. An die hundert mal probierte ich den Zug bevor ich
ihn das erste mal als Einzelzug ziehen konnte. Das ganze zusammen
ergibt dann „ZUNAMI“ 8c bloc.

Als erster konnte mein Bruder Anfang Dezember das Ding durchziehen. Mir
blieb der Durchstieg bis dahin noch verwehrt, und die Bedingungen
wurden immer schlechter. Dann im Jänner wurde es saukalt und es
fiel immer mehr Schnee, aber die Felsen waren knochentrocken.

Also packte ich die Chance beim Schopf, nahm meine Crashpads und
stapfte neben den zahllosen Skiurlaubern die Skipiste hoch zum Bloc.
Mehr als 3 Versuche waren nicht möglich, bevor die
Gliedmaßen taub vor Kälte waren.  Ende Jänner
konnte ich schließlich alle Züge fehlerfrei aneinander
reihen.

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Siehe auch:
www.redchili.de