„Es gibt nichts, was es nicht gibt.“

Ein sicherlich alter Spruch, aber man staunt immer wieder, was es dann
tatsächlich gibt.  Im konkreten Fall geht es um eine
Erstbegehung mit Ansage und noch konkreter um die Erstbegehung der
Gössler Wand in Gössl am Grundlsee in Österreich im
Rahmen eines Outdoor-Events am 21.05.2005.

Die Kletterprofis Alexander und Thomas Huber sollen – so der Flyer – am
Samstag, den 21. Mai 2005 die Gössler Wand erstbegehen. Der
vermutete Schwierigkeitsgrad liegt dabei wohl im Bereich 10 bis 11. Das
ganze wird live auf einer Leinwand übertragen.

Auch für das richtige Ambiente ist gesorgt:
Während sich Alex und Thomas die Wand hochkämpfen, gibt es
nebenher Kinderklettern, eine Modenschau der neuesten Trends im
Bergsport- und Outdoorbereich und ein Konzert der „Irish Steirisch“
Band. Zuvor noch eine Base-Jump-Demo von der Gössler Wand.

Auch an den Fall der Fälle hat man gedacht:
Falls es an diesem Tag schlechtes Wetter haben sollte, gibt es einen Multivisionsvortrag der beiden Huberbuam im ÖGB-Haus.

Letzteres wollen wir natürlich nicht hoffen und drücken ganz
fest die Däumchen, daß bei dieser saftigen Erstbegehung auch
nichts schief geht.

Hier aber noch der offizielle Text der Veranstalter:

Visionäre der Berge:


Erstbegehung der Gössler Wand durch die Huber-Buam



„Außerirdische
in der Felsenwand“ – so titulierte die renommierte Zeitschrift „Der
Spiegel“ die beiden charismatischen Huber-Buam aus Bayern. 
Alexander und Thomas Huber gehören zu den  weltbesten
Kletterern und werden im Rahmen der Steirischen Landesausstellung am
Samstag 21.Mai die Erstbegehung der Gössler Wand in Grundlsee
wagen.




Die
Gösslerwand zwischen Grundlsee und dem Toplitzsee konnte noch nie
bezwungen werden. Am Samstag, 21.Mai ab 15 Uhr gibt es durch das
deutsche Brüderpaar den Versuch der Erstbegehung. Mit einem
vermutlichen Schwierigkeitsgrad zwischen 10 und 11 gehört diese
Wand, laut Aussagen der Spitzenkletterer, zu den anspruchsvollsten
Kletterrouten weltweit. Diese Erstbegehung gilt nicht nur in
Kletterkreisen als wahre Sensation.




Rund um dieses
Bergsportereignis gibt es ein tolles Rahmenprogramm: Livebilder auf
einer riesigen Videowall, Kinderklettern, eine groß angelegte
Bergrettungsübung der Einsatzstelle Ausseerland , eine
Bergsportmodeshow und Basejumper, die sich von der 220 Meter hohen Wand
stürzen. Zum krönenden Abschluß gibt’s ein
Konzert mit der Kultgruppe „Irish Steirisch“.




Grundlsee Gössl – Samstag 21.Mai ab 15 Uhr</span>

Karten: Infobüros im Ausseerland

Infos und Karten: 0664-4121457

Fotos und Infos auch auf www.huberbuam.de

Kommentar von Thomas Huber – 18.05.2005
hallo klettergemeinde,

ich kann euch
verstehen, was ihr über die ganze sache denkt, volksfest, bier,
show und klettern, gladiatorenspiele der modernen art…… der
tourismusvervand von bad aussee ist auf diese idee gekommen, dass wir
eine tour durch die noch unbestiegene gösslerwand im zusammenhang
eines kletterfest klettern. als ich die wand das erste mal sah, war ich
beeindruckt und sah für mich erst mal die herausforderung!




ich habe zugesagt,
obwohl ich mir schon bewusst war, dass das ganze von vielen kritisch
betrachtet wird. aber gibt es nicht jedes monat einen kletterwettkampf?
wo sich viele mit einem glas bier die tollen klettere anschauen, sie
anfeuren, und es extrem cool finden, wenn dann eine wilde party
steigt?? klar, das ist mega lässig! wenn aber eine
mehrseillängen route geklettert wird während eines
kletterfestes, wäre das auf einmal super peinlich!! ich frage
mich, wo sind die unterschiede?




direkt am wandfuss
ist eine grosse wiese und mit zustimmung des bauerns wird hier der
event stattfinden. also kein problem bezüglich naturschutz
ect. 




zu den facts:

wir haben die route
von unten erstbegangen und in der mitte haben 5 meter blanker fels das
freikletterprojekt unmöglich gemacht. weiter rechts haben wir eine
neue möglichkeit gefunden durch die überhängende wand zu
klettern. jetzt ist sie fertig und die route ist so im neunten
schwierigkeitsgrad. aber in dieser route heisst es
„arschbackenzusammenkneifen“, kein klippen von bohrhakenleitern,
sondern wirklich abenteuer!! vielleicht hat ja jemand lust diese route
mal zu wiederholen und kann sich dann über sinn und unsinnn dieser
erstbegehung eine eigene meinung bilden.




ich von meiner
seite glaube, dass dieser event ein lustiges, lässiges treffen der
klettere wird, nicht mehr und nicht weniger.




also dann viel spass beim klettern und bis bald vielleicht an irgendeinem felsen,

thomas

Siehe auch:
www.huberbuam.de

Details aus dem Flyer:
Linie der geplanten Erstbegehung nebst
Absprungpunkt für den Base-Jump