Wuppertal, Samstagabend, 3. März 2012, Superfinale HardMoves Boulder League. Bei dem von Licht, Sound und hundertfachem Applaus angefeuerten Spektakel verschoben die 25 Athleten der fünf Finalteams die Grenzen des Machbaren.

Im Finale der HardMoves Boulder League wurden Grenzen neu gesteckt

Die Wupperwände bebten, als über 700 Zuschauer Stefan Danker vom Team Boulderwelt München die stark überhängende Wand des letzten Boulders hoch peitschten. Mit der rechten Hand erreicht er als erster und einziger den Topgriff und … rutscht ab.

Fotostrecke: Hard Moves 2012

Fotos: © Nicolas Altmaier (www.vertical-axis.de)

Mit seiner zweiten Hand am Topgriff wäre seiner Mannschaft – die gleich bei ihrer ersten Teilnahme ins Finale einzog – die absolute Sensation geglückt und der Pokal hätte das erste Mal in drei Jahren das Wuppertal verlassen. Mit nur 50 Punkten Vorsprung kletterte das Team Wupperwände auf das Siegertreppchen. Kleinste Bewegungsnuancen entschieden über die Platzierungen der fünf Finalteams, in denen Athleten mit Weltklasseniveau am Start waren.

So kämpfte Christoph Gabrysch vom Team Camp4 Zweibrücken an dem aus vier frei schwingenden Elementen bestehenden Hangel-Boulder bis zum letzten Zug am absoluten Limit. Eine Performance, welche die Zuschauer zur Raserei brachte und die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Halle mit purem Adrenalin füllte.

Angetrieben vom Teamgedanken gingen die Kletterer weit über ihre Kräfte hinaus und zeigten Moves jenseits von physikalischen und physischen Grenzen. Wie Lokalmatadorin Jule Wurm und Julia Winter vom Team Boulderlounge Chemnitz, die beide im zweiten Versuch am zweiten Boulder Kletterakrobatik de Luxe und Nerven aus Stahl bewiesen.

Jedoch hatte Winters als großer Favorit gehandeltes Team nicht das Siegerglück, sondern landete überraschend auf Platz 4. Platz 3 erkletterte Camp4 und das bei seinem Debüt ebenfalls ins Finale eingezogene Team Rocktown Kaiserslautern erreichte Platz 5.

Über Sieg und Niederlage entschied bei dem immensen Leistungsniveau der Finalteilnehmer letztendlich das Quäntchen Glück, was die nur wenige Punkte und Handgriffe voneinander entfernten Ergebnisse zeigen.

1. Platz: Wupperwände Wuppertal (420 Punkte)
2. Platz: Boulderwelt München (370 Punkte)
3. Platz: Camp4 Zweibrücken (370 Punkte)
              erwähnen, dass hier die punkte aus der quali entscheidend waren!
4. Platz: Boulderlounge Chemnitz (320 Punkte)
5. Platz: Rocktown Kaiserslautern (140 Punkte)

Dass die Boulder-Gemeinde auch weltklasse im gemeinsamen Feiern ist, bewiesen Athleten und Fans bei der großen Aftershow-Party, die ihre ganz eigenen Limits sprengte.

Der letzte Schlachtruf der zum Schluss die Halle erfüllte war: "Nach den HardMoves ist vor den HardMoves!"

Und bereits jetzt entstehen in den Köpfen der HardMoves-Machern von der Climb-Inn GmbH neue Ideen für neue Superlativen und Grenzverschiebungen.