Das mondäne Kitzbühel hatte geladen und dieses Mal war ausnahmsweise nicht die pelzgewandete Ski-High-Society angesprochen, sondern die besten Boulderer aus Österreich und Deutschland.

Jonas BaumannMit dem KitzRock – Wettkampf leitete die Alpenrepublik gleichzeitig auch den Austria Bouldercup ein; für die deutschen Teilnehmer wurde der Wettkampf als zweiter DAV Bouldercup gewertet. Gut das halbe Teilnehmerfeld der 78 Starter hatte den Weg von Deutschland nach Österreich auf sich genommen und wollte beim Ländervergleich den „Ösis“ ordentlich Paroli bieten…
 
Fischhuber als klarer Favorit bei den Herren
 
Bei den Herren ging der amtierende Gesamt-Weltcupsieger im Bouldern, Kilian Fischhuber, natürlich als großer Favorit ins Rennen, und nachdem es der deutsche Bouldermeister Markus Hoppe (SBB) in der Qualifikation sogar schaffte, sich vor Fischhuber auf den ersten Rang zu setzen, sah es nach dem Halbfinale wieder aus wie so oft in der vergangenen Saison: Fischhuber auf dem ersten Rang, gefolgt vom sehr stark aufkletternden Jonas Baumann (Wuppertal), der beim ersten Bouldercup auf der Münchner Ispo sich noch im Aufbautraining befindlich, damals das Finale nicht erreichen konnte.

Auf den weiteren Plätzen folgten dann der junge Österreicher Christian Feistmantl, Markus Hoppe (SBB), Andre Borowka (SBB) und Aric Merz (Freising) – somit waren die DAV-Boulder-Nationalkaderstarter mit 4 von 6 Finalisten vertreten! Pech allerdings für den fünften starken Mann im Bunde des Boulderkaders: Peter Würth (Ludwigshafen) verpasste als undankbarer Siebter knapp den Finaleinzug.
 
Die verbliebenen Sechs durften dann in die vier extrem anspruchsvollen Finalboulder einsteigen – das Schrauberteam um Reini Fichtinger musste sich schließlich an starken Weltcup-Boulderern orientieren… Hier wurde dann schnell klar, dass die beiden Herren Fischhuber und Baumann das Rennen unter sich ausmachen würden und erst am letzten Boulder fiel die Entscheidung: Kilian konnte Boulder Nr.4 nicht toppen und er hatte auch einen Versuch mehr für seine 3 Tops benötigt, als Jonas, so dass der Wuppertaler schließlich das Rennen um den Tagessieg machte! Hinter Fischhuber folgte geschlossen der Rest der deutschen Kaderboulderer: Andre Borowka auf Rang drei vor Markus Hoppe und  Aric Merz; der Österreicher Feistmantl wurde Sechster.
 
Die starke Teamleistung der DAV-Recken und vor allem der Sieg von Baumann lässt bereits für den am 18./19.4. stattfindenden Boulder-Weltcup in Hall (A) hoffen: Ein Sieg über den Weltcup-Gesamtsieger und mit Abstand konstantesten Boulderer Fischhuber lässt schon ein wenig hoffen… Vielleicht kann Jonas ja seinen 3. Platz vom Vorjahr beim Weltcup in Erlangen wiederholen – wir werden sehen…
 
Ergebnisse Herren:
1. Jonas Baumann (Wuppertal)
2. Kilian Fischhuber (A)
3. Andre Borowka (SBB)
4. Markus Hoppe (SBB)
5. Aric Merz (Freising)
6. Christian Feistmantl (A)