22 Damen und 35 Herren hatten sich Auftakt des Sportklettercups 2008 im Dresdner XXL eingefunden, wo die Sektion SBB des DAV passend zum im Juli in Dresden stattfindenden Berg.Schau! Bergsport-Kongress den 250 Zuschauern eine stark überhängende und kräfteraubende Bergschau präsentierte...

Juliane WurmDas Routenbauertrio Ole Herrenkind, Christian Benk und Dirk Uhlig hatte hierfür sehr anspruchsvolle Routen in die auslandende Wettkampfwand des XXL geschraubt, die alles von den Kletterern abverlangten: Einfach nur „den Stiefel abspulen“ war also nicht angesagt – die kniffligen Stellen verziehen keine Fehler; das Trio hatte sich hier am derzeit üblichen Stil im Weltcup orientiert.Dementsprechend hart war auch die Auslese bei den Damen und Herren: Von allen Startern schaffte es lediglich Juliane Wurm (Wuppertal), eine der Qualirouten zu toppen – alle anderen – inklusive Finalrouten – blieben knapp ohne Topbegehung. Dabei wurden bei den Damen und Herren erstmals – wie bereits bei den Jugendlichen seit längerem üblich – beide Qualirouten im Flash geklettert.
 
Junges Gemüse im Finale der Damen
Mit Juliane Wurm, Luisa Neumärker (SBB), Ines Dull (Allgäu-Kempten), Natalie Sailer (Augsburg), Anna-Katharina Böhm (SBB), Irina Mittelman (Frankfurt), Monika Retschy (München-Oberland) und Luise Raab (Frankfurt) standen schließlich die besten acht im Finale – 5 der Damen klettern aktuell für den Jugend-Nationalkader. Sehr erfreulich dabei das Abschneiden der Jugend A-Starter Luise Raab und Monika Retschy, die es beide erstmals in ein Damen-Finale schafften – und dies gleich bei ihrer ersten Teilnahme bei den Senioren.Etwas kurios auch der Finaleinzug der deutschen Vizemeisterin Ines Dull: Sie hatte nach einer völlig verkorksten zweiten Qualifikation gar nicht mehr mit dem Finaleinzug gerechnet und wollte sich schon im Zuschauerraum niederlassen, als sie überraschenderweise doch noch auf der Finalliste stand und noch einmal Gurt und Schuhe auspacken durfte.

Im Finale ging es dann hauchdünn zur Sache: Die Entscheidungen über Platz zwei bis sechs spielten sich an einem Griff ab, der entweder nicht mehr, oder gerade noch gehalten werden konnte. Nur die souverän kletternde deutsche Meisterin Juliane Wurm schaffte es, die Stelle zu meistern und noch deutlich höher zu kommen. Damit konnte sie beim ersten Sportklettercup gleich ihren erneuten Anspruch auf den Titel 2008 deutlich machen.Für Juliane war es damit nach einem Auslandsaufenthalt in der Provence in den letzten fünf Monaten der erste Formtest; nachdem sie in Avignon bestens an Fels und Plastik trainieren konnte, will sich die Dortmunderin in diesem Jahr vor allem auf den Senioren-Weltcup konzentrieren.

Hinter ihr wurden die Plätze zwei und drei aufgrund der besseren Vorrundenergebnisse vergeben: Luisa Neumärker sicherte sich vor Ines Dull den zweiten Rang; Natalie Sailer landete ebenfalls wegen eines besseren Quali-Ergebnisses auf Rang vier vor Anna-Katharina Böhm und Monika Retschy. Luise Raab wurde Siebte vor Irina Mittelman.