Bereits zum 8. Mal gastiert der IFSC Kletterweltcup am kommenden Wochenende (21. & 22.08.2009) in Imst im Tiroler Oberland.

Angela EiterSeit der Errichtung der Kletterhalle Imst im Jahre 1997 fanden jedes Jahr internationale Bewerbe in der Gurgltalmetropole statt. Die Athleten des Österreichischen Wettkletterverbandes freuen sich auf den Heimweltcup und hoffen an die Vorjahresergebnisse anschließen zu können.

Imst) Die 8. Auflage des IFSC Kletterweltcups in Imst verspricht wieder einmal Spannung pur. Zum Einen bietet Imst sicher eine der steilsten Wettkampfwände der diesjährigen Vorstiegs-Weltcupserie, zum anderen haben in Imst noch nie Außenseiter gewonnen. Aus Österreichischer Sicht lässt der Verlauf der bisherigen Weltcupsaison wieder auf ausgezeichnete Plätze hoffen.

TV-Übertragung live und weltweit über Internet
Der IFSC Weltcup in Imst wird erstmals live und weltweit über Internet auf sporttime.tv übertragen. Am Samstag, 22.08.2009 werden sowohl die Halbfinali (ab 10.00 Uhr) sowie die Finali (ab 18.45 Uhr) live weltweit übertragen und somit für alle Kletterfans zugänglich gemacht, die nicht direkt vor Ort dabei sein können. Auf der Veranstaltungshomepage www.wettkampf.sportzentrum.at/wcimst09 finden Sie ebenfalls einen Live-Ticker.

Mannschaftlich geschlossenes ÖWK-Damenteam bereit für den Heimweltcup
Neben Weltmeisterin Johanna Ernst ruhen bei den Damen die Hoffnungen auf einen österreichischen Erfolg auf Angela Eiter, die beim letzten Weltcup in Barcelona auf dem Weg zum ersten Sieg nach ihrem Comeback nur von der Uhr gestoppt wurde. Aber auch die WM-Siebente Barbara Bacher sowie die WM-Halbfinalistinnen Sabine Bacher, Bettina Schöpf und Christine Schranz sind, wie schon oft unter Beweis gestellt, jederzeit für Topplatzierungen inmitten der Weltspitze gut.

Junges ÖWK-Herrenteam
Beim Herrenbewerb schickt der Österreichische Wettkletterverband ein durchwegs junges Team ins Rennen um Spitzenplätze, da sechs der sieben Österreichischen Starter Jahrgang 1990 oder jünger sind. David Lama, WM-Bronzemedaillengewinner und bereits 2-facher Imst-Sieger in den Jahren 2007 und 2008 ist nach dem verpatzten Weltcup in Barcelona (27. Platz) heiß auf den Heimweltcup.

Mit einem starken 6. Platz beim Weltcup in Barcelona ließ zuletzt Juniorenweltmeister Jakob Schubert aufhorchen. In Imst hofft der junge Tiroler, wie letztes Jahr (Platz 7) den Einzug ins Finale zu schaffen. Aber auch Mario Lechner, der amtierende Jugendweltmeister, zeigte zuletzt beim Weltcup in Barcelona mit dem Halbfinaleinzug (Platz 19), das mit ihm in Zukunft zu rechnen sein wird.

1 Debütantin, 3 Debütanten
Mit Isabelle Kölle sowie Sandro Deutschmann, Lukas Köb und Max Rudigier feiern gleich vier NachwuchsathletInnen des ÖWK ihr Weltcupdebüt beim Heimweltcup in Imst. Das Debüt dürfte vor allem für Sandro Deutschmann besonders aufregend sein, startet er doch für den ÖAV Imst-Oberland.

Den regierenden Weltmeistern fehlt noch ein Sieg in Imst
Österreichs Shooting-Star bei den Damen, die erst 16-jährige Johanna Ernst, hat 2008 den Vorstiegsweltcup und die Europameisterschaft in Paris (FRA) sowie 2009 die Weltmeisterschaft im Vorstieg gewonnen. Die Vorjahreszweite in Imst hat heuer nach der Weltmeisterschaft in China auch den ersten Vorstiegsweltcup der Saison in Chamonix für sich entscheiden können und zählt in Imst zu den Topfavoritinnen.

Bei den Herren kommt der Spanier Usobiaga Lakunza Patxi ebenfalls als regierender Weltmeister nach Imst. Hier kann er bisher auf 2 dritte Ränge (2005 und 2007) zurückblicken. Dass die Form stimmt konnte er ebenfalls in Chamonix mit einem Sieg beweisen und macht sich nun berechtigte Hoffnungen, erstmals den Vorstiegsweltcup in Imst für sich entscheiden zu können.

Imst – wichtige internationale Wettkampfstätte für den ÖWK
Seit der Errichtung der Kletterhalle Imst im Jahre 1997 fanden jedes Jahr internationale Bewerbe in der Gurgltalmetropole statt.

  • 3 Jugendweltmeisterschaften (1997, 2001 und 2006)
  • 7 Weltcupveranstaltungen (2008, 2007, 2005, 2004, 2003, 2002, 1997)
  • 11 Jugendeuropaserienbewerbe
  • 7 internationale Kinderbewerbe
  • Sowie zahlreiche nationale und regionale Bewerbe.

„Das Zuschauerinteresse am Klettersport hat in den letzten Jahren sowohl national als auch international stetig zugenommen. Ebenso werden die Weltcupbewerbe von Jahr zu Jahr professioneller und die Anforderungen an die Veranstalter seitens des IFSC (International Federation of Sportclimbing) höher. Um Imst langfristig als Standort für internationale Großveranstaltungen abzusichern, ist der Bau des neuen Kletterturms dringend notwendig.“ so Helmut Knabl, Chef-Organisator des Weltcups in Imst und IFSC-, und ÖWK-Vizepräsident.