Johanna Ernst setzt ihre Siegesserie fort und gewinnt nach dem Heimweltcup in Imst nun auch beim Vorstiegs-Weltcup im belgischen Puurs.

Kletterweltcup in Puurs: Johanna Ernst siegt erneutVor den beiden abschließenden Weltcups in Brno (CZE) und Kranj (SLO) baut die 16-jährige Österreicherin ihren Vorsprung im Gesamtweltcup somit weiter aus.

Johanna Ernst lässt derzeit keinen Zweifel darüber aufkommen, wer die aktuell beste Wettkampfklettererin der Welt ist. Österreichs Shooting-Star stieg sowohl in der Qualifikation als auch im Halbfinale und im Finale alle Routen beim Vorstiegsweltcup im Puurs top.Da dieses Kunststück aber auch noch der Koreanerin Jain KIM und der Slowenin Maja VIDMAR gelang, war ein Superfinale notwendig um die Siegerin zu küren.

Dieses Superfinale wurde auf der Finalroute der Herren ausgetragen, welche nur leicht adaptiert wurde. Im Superfinale der besten 3 Damen ließ die junge Österreicherin den Mitbewerberinnen keine Chance, kletterte Top-und holte sich in überlegener Manier den Sieg! Mit dieser Höhe wäre sie sogar im Herrenbewerb auf den zweiten Platz geklettert!

Angela Eiter (ÖAV Imst-Oberland) zeigte abermals groß und schrammte mit Platz 4 nur ganz knapp an einem Podestplatz vorbei. Die Tirolerin beeindruckt seit ihrem Comeback mit einer unglaublichen Konstanz, schaffte sie doch bisher in allen Bewerben den Einzug in das Finale der besten Acht.

Eine starke Vorstellung lieferte auch diesmal wieder Christine Schranz (ÖAV Landeck). Nachdem ihr beim Heimweltcup in Imst mit Platz 8 erstmals der Einzug in ein Weltcupfinale gelang, konnte sie diese Leistung in Puurs bestätigen und kletterte auf den ausgezeichneten 9. Platz in mitten der Weltspitze.

Herrenbewerb: Schubert und Lama verpassen Finaleinzug hauchdünn

Viel Pech hatten diesmal Österreichs Kletterer im Herrenbewerb. Der frisch gebackene Juniorenweltmeister Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) rutschte im Halbfinale in einer Rastposition aus und musste auf aussichtsreicher Position liegend vorzeitig Abschied von einem möglichen Finaleinzug nehmen. Dennoch zeigte der junge Österreicher erneut auf und beendete den Bewerb auf den guten 12. Platz ab.

David Lama bewies zuletzt mit Platz 2 beim Rock Master in Arco, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Nach einer souveränen Leistung im Qualifikationsdurchgang wählte Lama im Halbfinale an einer Schlüsselstelle nicht die optimale Linie und musste sich mit Platz 9 begnügen.
 
Der Sieg im Herrenbewerb ging an das tschechische „Kletterwunderkind“ Adam ONDRA (CZE).

Stimen zum Bewerb:

Teamcoach Heiko Wilhelm:
„Was Johanna heute geleistet hat ist kaum in Worte zu fassen. Die Finalroute der Herren wurde zwar im unteren Bereich für das Superfinale der Damen leicht adaptiert, im oberen Bereich – der mit einigen Schlüsselstellen gepickt war – jedoch überhaupt nicht und Johanna ist die Route fast durchgestiegen. An dieser Wand ist enorme Ausdauer gefragt und das Johanna darüber verfügt, hat sie heute eindrucksvoll bewiesen!“

Ergebnisse – Damenbewerb

1 Ernst Johanna 1992 AUT
2 Kim Jain 1988 KOR
3 Vidmar Maja 1985 SLO
4 Eiter Angela 1986 AUT
5 Durif Charlotte 1990 FRA
6 Ciavaldini Caroline 1985 FRA
7 Chereshneva Yana 1989 RUS
8 Eyer Alexandra 1981 SUI
9 Gros Natalija 1984 SLO
9 Schranz Christine 1988 AUT

Finalergebnis – Herrenbewerb:

1 Ondra Adam 1993 CZE
2 Usobiaga Lakunza Patxi 1980 ESP
3 Romain Manuel 1988 FRA
4 Desgranges Romain 1982 FRA
5 Becan Klemen 1982 SLO
6 AMMA Sachi 1989 JPN
7 Supper Gauthier 1990 FRA
8 Julian Puigblanque Ramón 1981 ESP