Bei den Österreichischen Meisterschaften in Graz gewannen die Vorstiegs-Favoriten Johanna Ernst und David Lama abermals den Kampf gegen die Schwerkraft. Mark Amann und Stefanie Pichler sichern sich die Titel im Speedkletterbewerb.

Österreichischer Staatsmeistertitel für Ernst und LamaEinmal mehr haben die Athleten des Österreichischen Wettkletterverbandes (ÖWK) in luftigen Höhen ihre Staatsmeister gekürt. Am vergangenen Freitag und Samstag (24./25. April) wirbelten die heimischen Kletter-Asse im City Adventure Center in Graz ordentlich Staub auf.

"Heim"-Sieg für Johanna Ernst
Bei den Damen wurde Johanna Ernst (ÖAV Innsbruck) von alten Freunden und Bekannten zur Höchstform angefeuert. Die gebürtige Salzburgerin, die in der Steiermark aufgewachsen ist, zeigt sich heuer abermals in Topform und verteidigte mit drei Top-Begehungen ihren Staatsmeistertitel.Nur wenige Griffe unter Ernst fiel Christine Schranz (ÖAV Landeck) aus der Wand und landete mit einer starken Leistung auf Platz zwei. Barbara Bacher (ÖAV Innerötztal) sicherte Rang drei.

Johanna Ernst
"Graz liegt ganz in der Nähe von dem Ort, wo ich aufgewachsen bin. So war der Bewerb hier schon etwas ganz Besonderes. Außerdem freue ich mich natürlich sehr, dass ich den Titel verteidigen konnte. In meinem Training stecke ich momentan so zwischen Bouldern und Vorstieg und werd jetzt einmal beim Weltcup in Hall schauen, für wieviel es reicht."

David Lama zurück in Vorstiegshöhen
Bei den Herren sicherte sich David Lama den Österreichischen Meistertitel. Der 18-Jährige, der sich heuer wieder ganz auf den Vorstiegs-Weltcup konzentrieren will, kann bei seinem ersten Wettkampfeinsatz in dieser Saison mit drei Top-Begehungen eine positive Bilanz ziehen. Hinter Lama kletterten Jakob Schubert und Mario Lechner (alle drei ÖAV Innsbruck) auf die Plätze zwei und drei.

David Lama
"Die Österreichische Meisterschaft ist nicht zu unterschätzen. Ein Jakob Schubert klettert auch schon auf obersten Weltcup-Niveau. Deshalb bin ich mit meiner Leistung schon ganz zufrieden. In Topform bin ich noch ganz, aber auf dem besten Weg dorthin. Im Großen und Ganzen war die Meisterschaft sehr gut organisiert und auch für uns Athleten ein gelungener Wettkampf. Auf die
Boulder-Weltcups habe ich mich heuer nicht speziell vorbereitet, aber Hall und Wien werde ich auf alle Fälle mitnehmen. Und wer weiß vielleicht schaut auch ein Finalplatz heraus"

Speed-Bewerb
Das Spiel mit der Geschwindigkeit konnte bei den Herren einmal mehr Mark Amann (ÖAV Hohenems) für sich gewinnen. Hinter dem Vorarlberger "sprinteten" Jan Haiko (ÖGV Wien) und Max Rudigier (ÖAV Radstadt) auf Platz zwei und drei. Den Vertikal-Sprint bei den Damen konnte einmal mehr Stefanie Pichler (ÖAV Weyer) gewinnen. Pia Meschik (OeAV Villach) und Madeleine Eppensteiner (OeAV Waidhofen/Ybbs) belegten die Ränge zwei und drei.

Jugend-Klassen
Bei den Juniorinnen kletterte Isabelle Kölle (ÖAV Innsbruck) mit einer gelungen Vorstellung vor Christina Stütz (NFO Gallneukirchen) und Pia Meschik (OeAV Villach) zum Meistertitel.

Ein Kopf-an-Kopf-Duell boten sich Lukas Köb (OeAV Dornbirn) und Christof Krismer (OeAV Imst-Oberland) in der Juniorenklasse. Trotz gleicher Finalweite sicherte Köb den Titel für Vorarlberg, weil er zuvor der Halbfinalroute einen Durchstieg abringen konnte. Christian Feistmantl (OeAV Innsbruck) erlangte Rang drei.

Dreimal kletterte Katharina Posch (OeAV Imst-Oberland) als einzige bis zum Topgriff und sicherte somit den Österreichischen Meistertitel in der Klasse Jugend B weiblich. Rang zwei ging an Karoline Sinnhuber (OeAV Saalfelden). Auf den dritten Platz kletterte Magdalena Röck (OeAV Landeck).

In der Klasse Jugend B männlich konnte sich Tim Hasenbichler (NFÖ Dobratsch) einen deutlichen Abstand zur Konkurrenz herausarbeiten und sich somit den Titel sichern. Platz zwei ging an Heisinger Patrick (OeAV Innsbruck) und nur Zentimeter dahinter landete Alexander Köll (OeAV Imst-Oberland) auf Platz drei.