Auf
dem Kölner Alpintag, der am 15.Oktober stattfindet, wird Ines
Papert Ihren Vortrag „Dancing on Ice“ halten.  Zu diesem
Vortrag verlost Climbing.de 3×2 Eintrittskarten. Ihr müsst einfach bis zum 02. Oktober dieses Formular (Popup)
ausfüllen und mit ein wenig Glück werdet ihr dann schriftlich
benachrichtigt. Ich drücke schon mal die Däumchen!

Martin Joisten

DANCING ON ICE
Die
faszinierende Welt des Eiskletterns führt Ines Papert rund um den
Globus in die schönsten und spektakulärsten Routen in Kanada,
Norwegen, in der Schweiz, in Italien und Deutschland.

Die
4-fache Weltmeisterin im Eisklettern ließ sich von
Spitzenfotografen in  bis zu 500 Meter hohen Wasserfälle,
beim Klettern an teilweise sehr fragilen und zerbrechlichen Eiszapfen
und in schwierigste Mixedrouten der Welt begleiten. Die Bilder geben
Einblick in Welten, die nur wenigen vorbehalten sind, zeigen Ines in
Aktionen, wie es vor ihr noch keiner Frau und kaum einen Mann gelungen
sind.

Ihr glückte die erfolgreichen Begehungen der Routen „Musashi“ M12 (Canada) und der
legendären
„Mission Impossible“ M11 (Italien). Mit der Rotpunktbegehung der
„Mission Impossible“, die viele Jahre als die schwierigste Route der
Welt galt, hat es Ines Papert geschafft, als erste Frau den Grad M11 zu
klettern.

Auch lange Mixedrouten mit alpinem Charakter und hohem
psychischen Anspruch gehören zu ihren  Meisterstücken
des Eis- und Mixedkletterns. Erst kürzlich konnte sie die
schwerste Mixedroute Norwegens erstbegehen. In einem Film erlebt der
Zuschauer nicht nur die Dynamik und Athletik des Eiskletterns, sondern
es wird auch mit Stimmungsbildern einer unglaublichen Landschaft die
Lust am Reisen geweckt.

In den Wintermonaten mischt die Mutter
eines vierjährigen Sohnes tüchtig im Wettkampfgeschehen mit,
wo sie weltweit große Erfolge feiern durfte. Ihrem Publikum gibt
sie einen Einblick in ihr Leben, wie es gelingt Profi und Mutter sein
erfolgreich miteinander zu verbinden, in ihr Training, die
Weltmeisterschaften im Eisklettern und einem Wettkampf in USA, den sie
2005 vor allen Männern gewinnen konnte… Die warme Jahreszeit
verbringt die Allrounderin in den europäischen Gebirgen beim
Alpin- und Sportklettern.

Die fesselnde Reise des
Alpinkletterns geht beispielsweise an den Titlis/Zentralschweiz, wo
Ines Papert mit der Route  „Letzte Ausfahrt Titlis“ eine
Wiederholung der Route von Stefan Glowacz im Grad 8a+ gelang. Auch die
sagenumwobene Eigernordwand, in der Ines Papert mit der Route
„Symphonie de Liberté“, 8a, die erste Rotpunkt Begehung an einem
Tag gelang, sind Teil des Vortrags.

Das sie von ihren Reisen
immer wieder gern in ihre Wahlheimat Berchtesgaden heimkehrt,
lässt ein Film vermuten, der sie bei einer Überschreitung des
Watzmanns im Winter, begleitet von einem Fernsehteam, mit
atemberaubenden Bildern einer spektakulären Landschaft aus der
Luft zeigt.

Der Vortrag dauert circa 90 Minuten und zeigt Film-
und Diamaterial aus dem aufregenden Leben einer junge Mutter,
Weltmeisterin und Abenteurerin, wie es sie nur selten zu sehen gibt.
Ines gelingt es mit ihrer fröhlichen Art, dass Publikum einen
Abend mit auf die Reise zu nehmen.

Portrait Ines Papert
Ines
Papert ist 4-fache Weltmeisterin im Eisklettern. Die 30jährige
Berchtesgadenerin gehört zur neuen Generation der Frauen, die
Alpinismus leben: extrem, anspruchvoll, mit Leib und vor allem auch mit
ganz viel Seele. Schwieriger lässt sich der Himmel nicht
erreichen. Denn gefährlich steil nach oben führt der Weg. Und
meistens geht es unter Ines Papert senkrecht in die Tiefe. Seit sieben
Jahren will die beste Eiskletterin der Welt vor allem eines: Fels- und
Eiswände bezwingen. Nicht irgendwie, sondern einfach nur
perfekt.So schnell, so elegant und so gut wie sie ist keine andere Frau
beim Eisklettern. Und kaum ein anderer Mann.

Dabei war der
Einstieg in diese Sportart eine eher schmerzvolle Erfahrung. Denn als
die bergbegeisterte Wittenbergerin 1993 vom Osten in den Südosten
Deutschlands zieht, um in Berchtesgaden als Physiotherapeutin in einer
Rehaklinik zu arbeiten, zeigt ihr ein Wasserfall im Gasteiner Tal seine
dunkle Seite: „Es war kalt, herabstürzende Eisteile haben mich
getroffen, meine Nase hat geblutet und geschmerzt, meine Finger waren
taub. Ich fand es schrecklich“. Heute ist sie längst ganz oben am
eiskalten Olymp angekommen. Sie hat sich nicht einschüchtern
lassen und freundet sich nach Berg-, Kletter- und Eiserfahrungen in
Chile und Peru dann doch noch mit dem kalten Element an.

2001
gewinnt Sie ihren ersten Eiskletterwettbewerb und ist ab dann fast
nicht mehr zu besiegen: Sie wird mehrfache Gesamtweltcup-Siegerin, holt
2004 ihren dritten WM-Titel, 2005 wird sie Weltmeisterin im Eisbouldern
und ist mit Abstand die zur Zeit leistungsfähigste, deutsche
Alpinistin in Fels und Eis.

Doch die gefrorenen Wasserfälle
mit ihrem dicken Eis, die künstlich vereisten Wettkampftürme
mit ihren Überhängen, in denen sie mehr Zeit im Jahr
verbringt als zu Hause, sind nicht die einzigen Herausforderungen
für die 30jährige Mutter: Fels- und Alpines Klettern, Sport-
und vor allem Mixedklettern setzen neue Limits. Denn auch hier
zählen für die unermüdliche Powerfrau
ausschließlich die schwierigsten Routen.

Schlagzeilen
gibt es, als sie im vergangenen Jahr „Mission Impossible“ in
Courmajeur, die seinerzeit anspruchsvollste Route der Welt als erste
Frau überhaupt klettert – gerade mal eine Handvoll Männer
schafft das noch. Dieses Jahr sorgte sie in den USA beim 10. Quary Ice
Festival für die Sensation, in dem sie als erste Frau beim
Eiskletterwettbewerb die schnellste Overall-Zeit kletterte und die
namhafte männliche Konkurrenz wie den österreichischen
Weltmeister Harry Berger oder die kanadische Eislegende Will Gadd um
fast 2 Minuten hinter sich ließ!

Berge und Fels im
Sommer, Eis im Winter. Seit sieben Jahren sind diese Elemente ihr
Hobby, ihre Berufung und ihr Beruf. Und vor allem Motivation, aktiv zu
sein, zu trainieren und auch als Mutter weiter zu machen. Ziele, die
sie für ihr Leben braucht. Wie das Eis, das ihr über die
Jahre die meisten Erfolge brachte und das ihr vertraut geworden ist.
'Klettern ist mein Ding“, sagt Ines Papert zufrieden. „Klettern im
Einklang mit der Natur.“ Und so wird Sie weitersiegen, über die
Natur, über sich selbst, über andere. Freude empfindet sie
auch ein wenig daran, den Männern zu zeigen, wo es lang geht:
„Denn Frauen sind nicht das schwächere Geschlecht – das ist meine
Überzeugung – auch nicht im Gebirge und beim Klettern.“

Download:
Programmheft KölnerAlpintag (PDF)

Siehe auch:
4. Kölner AlpinTag sprengt im Vorfeld alle Erwartungen
www.ines-papert.de
www.koelner-alpintag.de