Die
Berchtesgadener Berge und ihre Umgebung spielen eine große Rolle
bei der 7. BERGinale. Bilder aus dem Chiemgau, von der Großen
Reibe und dem gesamten Nationalpark Berchtesgaden sollen den Bergfans
bei dem Dia- und Bergfilmfestival von 17. bis 23. März
die Schönheit der Gebirgslandschaft zwischen Watzmann und
Untersberg näher bringen. Bei täglich zwei Vorträgen um
18.15 (Kleiner Saal) und 20.15 Uhr (Kino) im Kur- und Kongresshaus
Berchtesgaden geht es aber auch mehrmals auf Expedition und Klettertour
zu den Bergen der Welt. Vier Filme (16.00 Uhr im Kino), eine
Höhlenausstellung, ein Foto-Workshop und ein Flohmarkt für
Bergsportartikel ergänzen das Angebot. Bergidylle und Nervenkitzel
gleichermaßen gibt es somit bei diesem von Kinobetreiber Hans
Klegraefe und der Alpenvereinssektion Berchtesgaden veranstalteten
Leinwandereignis eine Woche lang zu erleben.

Schroffe Berge, sanfte Hügel und der einzige Alpen-Nationalpark
Deutschlands: Berchtesgaden hat alles, was das Herz von Bergsteigern,
Wanderern und Kletterern höher schlägen lässt. Die
besondere Magie, die vom Gebirge rund um den Königssee sowie von
den gesamten Chiemgauer Alpen ausgeht, wird in einigen Vorträgen
deutlich. Ein gern gesehener Gast auf der BERGinale ist der
wortgewaltige Alpinjournalist Hans Steinbichler
aus Prien, der unter dem Titel »Chiemgau – Land der Berge«
beweisen wird, dass er seine Heimat ganz besonders gut kennt.
»Bergträume zwischen Salzburg und Berchtesgaden« will
auch Gunar Streu vermitteln,
der erst kürzlich in gleichnamigem Buch seine reizvollen Fotos
veröffentlichte. Dagegen berücksichtigt der bekannte Fotograf Bernd Ritschel mit seinen Dias die gesamten bayerischen Alpen. Zuvor lädt Ritschel noch zu einem dreistündigen Fotoworkshop ein.

Zuhause bleiben auch die Fotografin Marika Hildebrandt, der Heimatpoet Lorenz Heiß und die Lockstoa Musi.
Unter dem Titel »Berchtesgadener Dreiklang« bringen sie die
besondere Harmonie von Landschaft und Volksmusik in ihrer Heimat zum
Ausdruck. Bei Kurt Schwarzenbacher
(„Something to live for: Geschichten vom Skifahren“) wird dagegen der
Reiz winterlicher Unternehmungen im Nationalpark deutlich. Der
Salzburger nimmt die Besucher mit auf die Große Reibn, bei der
man auf abgelegener Route den Königssee umrundet. Zu den
Berchtesgadener Bergen zählt genauso der Hochkönig,
Hauptbetätigungsfeld des Bischofshofener Kletterers Albert Precht.
Der schildert in seinem Vortrag „Tausendundeinweg«, wie Klettern
zur Sucht werden kann und warum sich seine früher bedingungslose
Ablehnung des Bohrhakens mittlerweile relativiert hat. Erstmals begibt
man sich bei der BERGinale auch in den Berg. Gerhard Zehentner vom Salzburger Höhlenverein und Thomas Matthalm
aus München laden zu einer phantastischen Entdeckungsreise in den
Untersberg ein. Eine Ausstellung soll den Besuchern darüber hinaus
den besonderen Reiz der Höhlenforschung und die Möglichkeiten
der Höhlenrettung aufzeigen.

Einige Berchtesgadener haben im letzten Jahr die Herausforderung in den Bergen der Welt gesucht. Der Ramsauer Franz Stöckl
stand beispielsweise auf dem Nanga Parbat. Einblicke in die Begehung
der Kinshofer-Route und in die Besteigungsgeschichte des
»Schicksalsbergs der Deutschen« gibt er zusammen mit dem
österreichischen Bergführer Herbert Wolf.
Erfolgreich war im November auch eine elfköpfige Expedition aus
dem südostbayerischen und Salzburger Raum am 7 145 Meter hohen
Pumori im Solu-Khumbu-Gebiet. Die Berchtesgadener Roman Kurz und Ulli Kastner werden daran erinnern.

Auf Expedition waren auch die Berchtesgadener Hans Lochner, Dirk Brandner und Hans Votz.
Während Lochner sich in die steilen Wände des Nameless Towers
im  Karakorum-Gebirge wagte und den Great Trango Tower bestieg,
verbuchten Votz und Brandner gar die Erstbesteigung des
Fünftausenders Barhordas. Für Spannung und Humor wird an
diesem Abend gleichermaßen gesorgt sein. Das gilt wohl auch
für den Beitrag des Bad Reichenhaller Bergfilmers Max Reichel.
In seinem Portät des kalifornischen Kletter-Mekkas Yosemite kommen
viele Größen des Klettersports zu Wort – von Jim Bridwell
bis zu den Huberbuam. Weniger Wände, dafür mehr Wasser kommt
in Werner Mittermeiers Dias von Norwegen vor. Schwerpunkte des Vortrags sind Fjorde, Wasserfälle und Gletscher zwischen Skagerrak und Nordkap.

Wunschtraum vieler Mountainbike-Fans ist eine Alpenüberquerung. Der  Bergführer Herbert Konnerth
stellt seine Transalp vor. Das ist Mountainbiking der harten Art:
strenge Auf- und berauschende Abfahrten, Erd- und Schotterstrecken
sowie Haarnadelkurven. Vier Kinofilme runden das Vortragsprogramm der
diesjährigen BERGinale ab. So wird der profilierte Naturfilmer Gogol Lobmayr
persönlich zur Vorführung seines Dokumentarfilms „Faszination
Natur – Seven Seasons“ kommen. Zauberhafte Impressionen aus fünf
Kontinenten und aus den Weiten des Ozeans zeigen, wie jede Saison und
jeder Lebenszyklus eigene Besonderheiten und Wunder hervorbringt.
Darüber hinaus gibt es mit dem Streifen „Höllentour“ einen
Beitrag über die Tour de France. Und um Poesie geht es in dem
preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Geschichte vom weinenden
Kamel“.  

Programm

  • Donnerstag, 17. März:
    18.15 Uhr „Pumori“ (Roman Kurz und Ulli Kastner);
    20.15 Uhr Höhlen im Untersberg (Georg Zehentner, Thomas Matthalm und Ulrich Meyer).
  • Freitag, 18. März:
    16.00 Uhr Film „Höllentour“;
    18.15 Uhr „Something to live for – Geschichten vom Skifahren“ (Kurt Schwarzenbacher);
    20.15 Uhr „Tausendundeinweg“ (Albert Precht).
  • Samstag, 19. März:
    14.00 bis 17.00 Uhr Fotoworkshop mit Bernd Ritschel;
    16.00 Uhr Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“;
    18.15 Uhr „The Center of the Universe“ (Max Reichel);
    20.15 Uhr „Bayerische Alpen“ (Bernd Ritschel).
  • Sonntag, 20. März:
    10.00 bis 17.00 Uhr Flohmarkt für Bergsportartikel (Verbindungsbau Kurhaus);
    16.00 Uhr Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“;
    18.15 Uhr „Schukira Pakistan“ (Hans Lochner, Dirk Brandner, Hans Votz);
    20.15 Uhr „Nanga Parbat“ (Herbert Wolf und Franz Stöckl).
  • Montag, 21. März:
    18.15 Uhr „Norwegen“ (Werner Mittermeier);
    20.15 Uhr „Chiemgau – Land und Berge“ (Hans Steinbichler).
  • Dienstag, 22. März:
    18.15 Uhr „Traumtour Transalp“ (Herbert Konnerth);
    20.15 Uhr „Berchtesgadener Dreiklang“ (Marika Hildebrandt, Lorenz Heiß und die Lockstoamusi).
  • Mittwoch, 23. März:
    18.15 Uhr „Bergträume zwischen Salzburg, Berchtesgaden und dem Chiemgau“ (Gunar Streu);
    20.15 Uhr Film „Seven Seasons“ mit persönlicher Anwesenheit des Naturfilmers Gogol Lobmayr.

Die Filme um 16.00 Uhr sowie die Vorträge um 20.15 Uhr finden im
Kino, die Vorträge um 18.15 Uhr im Kleinen Saal statt.
Die Höhlenausstellung ist ab Sonntag, 13. März, im Verbindungsbau zu besichtigen.

Weitere Informationen gibt es unter www.berginale.de.

Karten sind ab Mitte Februar erhältlich unter Telefon 08652/95380
(Kino), 08652/9445300 (Kurhaus) und 08652/2207 (Alpenverein).

Siehe auch:
www.berginale.de