Vor
zwei Wochen war es tatsächlich soweit – das Climbing.de Forum
wurde erstmalig von mir absichtlich geschlossen. Dies geschah u.a., da
ich feststellen musste, dass ich mal wieder ein Wochenende in den Sand
gesetzt hatte, um das Forum in den Griff zu bringen und auch dieser
Versuch bereits nach wenigen Stunden scheiterte. Warum es User gibt,
deren einziges Interesse darin zu bestehen scheint, anderen die Freude
zu vermiesen, weiss ich leider nicht und werde es wohl auch nie
erfahren. Das war aber nur noch der berühmte „Tropfen“, der das
Fass zum überlaufen gebracht hat.

Über viele Monate schon ärgerte ich mich über das
haltlose Treiben so manch meiner User, die auch nicht davor
zurückschreckten, neuen Forenmitglieder erst einmal tüchtig
„einen reinzuwürgen“. Auch gab es (aufgrund des Wetters?) keinen
richtigen Gesprächstoff mehr und der Informationsgehalt
zahlreicher Posts ging gegen Null.

Die Beschwerden über diesen oder jenen Benutzer häuften sich
bei mir in der Email-Inbox, Firmen gaben mir eindeutig zu verstehen,
dass sie nicht gewillt sind auf einer Seite für ihre Produkte zu
werben, auf der ein solches Forum toleriert wird und als ich mir eben
all dies vor dem Hintergrund des neuerlichen Desasters am Montag vor
zwei Wochen durch den Kopf gehen ließ, fragte ich mich, warum ich
mir das eigentlich antun soll. 

Ich habe Climbing.de sicherlich nicht ins Leben gerufen und soviel Zeit
und Geld reingesteckt, dass ich mich auch noch über so etwas wie
ein Forum ärgern muss.

Nach der Schließung kam es wie es kommen musste. Emails gingen
bei mir ein, mein Gästebuch füllte sich und in anderen Foren
wurde fleißig diskutiert. Die einen hatten Verständnis
für meine Entscheidung, die anderen sprachen mir generell jedwede
Kompetenz ab. Die einen plädierten für die sofortige
Wiedereröffnung und die anderen empfahlen die endgültige
Stillegung.

Es gingen aber auch sehr viele Hilfsangebote bei mir ein und auf genau
diese werde ich zurückgreifen. Das Hauptproblem des Forums besteht
nun mal in den vielen, vielen Beiträgen, die täglich
unkontrolliert erschienen. Leider hat es sich herausgestellt, dass auch
Kletterer nur ganz normale Menschen sind, die immer mal wieder einen
kleinen „Schubs“ in die richtige Richtung brauchen, wenn sie – speziell
bei einem Forum – vom rechten Weg abgekommen sind.

Kurzum:
Es fehlten klare Regeln bzw. eine schriftlich fixierte Netiquette an
die sich jeder zu halten hat und es fehlten Moderatoren, die auf die
Einhaltung dieser Regeln achten und befugt sind, diese auch
durchzusetzen. Beides wurde nun bzw. wird noch diese Woche
eingeführt.

Im Klartext:
Moderatoren dürfen Beiträge, die gegen die Regeln
verstoßen editieren oder löschen. Auch werden bei
wiederholten Verstößen User-Accounts gesperrt.

Hier geht es nicht um das alte Thema „Meinungsfreiheit versus Zensur“,
sondern um den zivilisierten Umgang von Individuen verschiedener
Herkunft miteinander durch das Forum. Diese Plattform stelle ich zur
Verfügung, aber nur zu bestimmten Bedingungen. In dem Moment, in
dem ein Beitrag gepostet wird, stimmt der- oder diejenige den
Bedingungen zu. Wer nicht einverstanden ist, der darf auch nicht
posten. Ganz einfach. Zudem steht es jedem frei, ein anderes Forum mit
seinen Ansichten zu „beglücken“ oder gar woanders auf eigene
Kosten und eigene Gefahr ein eigenes Forum ins Internet zu stellen –
Platz genug dürfte im Cyberspace noch vorhanden sein…

Niemand wird also gezwungen im Climbing.de Forum zu posten, aber wenn
es jemand tut, dann zu den bereits erwähnten Spielregeln, die –
bei Bedarf – auch angepasst werden.

Ich hoffe also auf einen konstruktiven Neuanfang mit informativen und/oder interessanten Beiträgen.

In diesem Sinne –
mögen die Spiele beginnen!

Gruss,
Webmaster Martin

Siehe auch:
Climbing.de Forum