Wie schon letzten Winter waren die zwei Kletterer Lukas und Michael wieder in der Starzlachklamm zum Mixedklettern.

Lukas Binder und Michael Wohlleben klettern schwerste Mixedroute Deutschlands im Bereich M11

Daniel Gebel kletterte bereits letztes Jahr dort eine sehr schwere Route, welche ganz hinten im Dach anfängt, etwas durch das Dach traversiert und einen richtig weiten Zug zur Dachkante hat. Dann kommen noch ca. 5 Meter wackelige Hooks auf einer teilweise sehr dünnen Eisglasur aus denen man nicht herausrutschen darf. Es endeten auch schon versuche mit dem Umlenker vor der Nase…

Fotostrecke: Lukas Binder und Michael Wohlleben klettern schwerste Mixedroute Deutschlands im Bereich M11

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Kurz gesagt, am 14. Dezember kletterte Lukas das Ding, eine Woche später folgte Michi. Wie schwer die Route nun ist weiß niemand, soll jedoch die schwerste Deutschlands sein! Wahrscheinlich schwerer als M11… Wie heißt die Route?

"Das weiß auch niemand außer der Daniel, welcher seit einiger Zeit auf Expedition in Patagonien ist.

Ich hatte mir zuhause einen Trainingsbereich eingerichtet, wo ich einige Holzbalken entlanghangeln konnte, so dass ich relativ gut für die Mixedsaison vorbereitet war. Schon als ich das zweite Mal in der Starzlachklamm war fühlte sich das Mixedklettern viel besser an als letztes Jahr. So versuchte ich die schweren Routen auszubouldern und fand schnell die richtigen Lösungen. bei der schwersten Route konnte ich dann am nächsten Wochenende schon einen Versuch starten, welcher mich nicht annähernd bis zum weiten Schlüsselzug führte, mir trotzdem aber ein gutes Gefühl brachte.

Noch eine Woche drauf war es dann sehr knapp. Ich hänge den ersten Haken ein, klettere zwei Züge und geh wieder runter. genug aufgewärmt! Es ist nicht so kalt, die Finger sind warm, die Eisglasur müsste aber trotzdem halten. Schneller als bisher klettere ich den ersten Teil bis zur Schlüsselstelle, wo man kurz nochmals schütteln kann. Haken geklippt, in die "figure of four" und strecken bis bis es nicht mehr geht. Die kleine 2mm Leiste hab ich genau erwischt. jetzt ganz vorsichtig das andere Gerät lösen und hoffen, dass die Leiste hält. Mit viel Glück hats geklappt und jetzt hieß es dranbleiben!

Erst ein einziges mal hatte ich diesen Teil der Route geklettert und jetzt ausgepumpt an den Geräten hängend nur noch eines im Kopf. Ich muss da rauf, das klappt sonst nicht nochmal!

Sicher hab ich noch 5 Minuten meine Arme geschüttelt, bevor ich den letzten weiten Zug machen konnte. Es hat geklappt!

Was bedeutet das nun, eine Route geklettert zu haben, von der man weder den Namen noch die Schwierigkeit einzustufen weiß? Für mich weiß ich nur, dass die Route von mir fast alles abverlangt hat und die Kletterzüge total abgefahren waren. Dazu ist das Ambiente ist super schön wenn man mit netten Leuten dort klettern kann."

Vielen Dank meiner Freundin und meinen Kletterpartnern fürs sichern!!! sowie den Sponsoren:

  • www.Lowa.de
  • www.Edelrid.de
  • www.Deuter.com
  • www.bergfreunde.de