Die meisten hätten nach einem Erlebnis wie jenem, das er in "Selig wer in Träumen stirbt" schildert, die Bergsteigerei traumatisiert an den Nagel gehängt. Robert Steiner nicht - ganz im Gegenteil.

Allein unter RussenWas er, unter anderem mit seinen russischen Freunden in den eiskalten Riesenwänden des Tien Shan erlebt, verschlägt einem den Atem. Extremklettern weit ab von normgeprüften Bohrhaken und Kletterführerschein. Dabei sein, als dann achter Mann im Doppelzelt, will man besser nicht.

Als Lektüre an kalten Winterabenden, wohl geborgen zu Hause am wohlig warmen Kamin oder in der heißen Badewanne, gibt es aber nichts besseres.

Steiner, Robert
Baujahr 76. fing mit 5 Jahren, einem Meter Körpergröße, dem abgeschnittenen Eispickel seines Opas und einer Außentasche als Rucksack an. Jedes Mal, wenn die Eltern in aller Früh heimlich bergsteigen gehen wollten, versteckte er sich im Auto, um mitgenommen zu werden. Danach: eine wilde Zeit. Nordwände der Alpen mit und ohne Seil, Bigwalls im Yosemite mit und ohne Partner, Expeditionen mit und ohne Geld oder Papieren. In den letzten Jahren viel mit russischen Bergsteigern unterwegs. Das dabei nicht immer alles so war, wie gedacht oder geplant, lässt sich in seinen Büchern nachlesen. Heute ist er Lehrer, Autor – und als Bergsteiger etwas ruhiger geworden. Zumindest außerhalb der Ferien.

Facts
Allein unter Russen
Robert Steiner
1. Auflage 2011
374 Seiten
120 x 185
12,80 EUR

Hier geht es zur Bestellung im Shop