In Angela Eiters Spielwiese im sogenannten "Götterwandl" in Nassereith ist Bernie Ruech auf eine interessante Linie gestoßen. Bei dieser verbindet er den athletischen unteren Teil von Nofredete mit den schwersten Passagen von Neptun und Odysseus. Diese Linie wurde ursprünglich von Stefan Brunner eingebohrt und Bernie Ruech setzte drei weitere Haken für die neue Variante.

Angela Eiter in Hercules (8c+) (c) Bernie Ruech Angela Eiter berichtet:

Enorme Kraftausdauer ist für die etwa 42 Züge vorwiegend an Leisten gefragt, wo lohnende Ruhepunkte Mangelware sind. Genau die Kletterei, die mir sehr entgegen kommt. Aus diesem Grund gab Bernie das Projekt an mich frei.

Die Ausboulderei bleibt mir weitestgehend erspart, da ich alle drei ursprünglichen Routen bereits geklettert bin und lediglich für die Übergänge, die auch die Schlüsselstellen bilden, Lösungen brauche. Es ist beeindruckend, wie harmonisch sich die sehr schweren Übergänge auflösen. Ich war gnadenlos gepumpt bei meinem Durchstieg, aber es war die Mühe allemal wert und ich bin sehr glücklich über meine schwerste Erstbegehung!!!

Die neue Variante soll "Hercules" und die leichtere Version dazu "Hercules junior" (Einstieg bei Neptun) heißen.

Meine Einschätzung zur Bewertung sieht wie folgt aus:

Die ersten Meter entsprechen etwa einer knackigen 8a Route. Nach einen angemessenen Rastpunkt folgen die schwersten Züge aus der Route "Neptun, 8b/+", die unmittelbar in die harte Schlüsselpassage führen. Nun stoßt man auf einen schlechten Rastpunkt und klettert den schwersten Teil von "Odysseus", in meinen Augen etwa 8a raus.

Die Schwierigkeit dieser Route richte ich an meine Person als Frau mit einer Körpergröße von 1,54 m. Nach reichlicher Überlegung hier mein Bewertungsvorschlag: Hercules hart 8c+ und für den junior, 8c. Kommt's und probiert's!