Bei einem turbulenten Vorstiegs-Weltcup in Bern (SUI) sicherte sich Johanna Ernst den zweiten Rang. Angela Eiter zog sich in den schweren Routen eine Verletzung zu. Die zweifache Weltmeisterin bangt um ihre Wettkampfsaison.

Angela Eiter beim Weltcup in Bern 2008Schwere Züge, sind beim Klettern nichts Außergewöhnliches. Strecken, biegen, spannen,… den Athleten wird in den Kletterrouten alles abverlangt. Vor allem weite Züge sind speziell für kleinere Sportler eine große Herausforderung. Einer dieser schweren weiten Züge ist Angela Eiter diesmal zum Verhängnis geworden.      

Beim Vorstiegs-Weltcup in Bern war die zweifache Weltmeisterin in der zweiten Qualifikations-Route nach einem weiten Überstreckungs-Zug mit starken Schmerzen im Oberarm ins Seil gestürzt.

„Als ich in der Stelle hang, hörte ich ein Krachen in meinem Arm. Ich wollte noch weiterklettern, und mich rüberschwingen, aber da war einfach keine Kraft mehr in meinem linken Arm!“, berichtete Eiter.

Nach einem Röntgen konnte zumindest eine Verletzung des Knochens ausgeschlossen werden. Die MRI-Untersuchung am  Montag soll aber Gewissheit bringen. „An den kommenden Heim-Weltcup in Imst ist nicht mehr zu denken. Ich bin froh, wenn ich nicht operieren muss und in dieser Saison überhaupt noch einmal an den Start gehen kann“, so die enttäuschte Pitztalerin.      

„Die Routen waren kurz und mit schweren brutalen Zügen versehen!“, berichtete auch Johanna Ernst. Dem jungen Ausnahmetalent war es aber auch unter diesen Umständen gelungen im Finale die weiteste Höhe zu erreichen. Die 15-jährige Birgitzerin musste sich nur der Slovenin Maja Vidmar geschlagen geben. Die Slovenin hatte im Finale dieselbe Höhe erreicht, war aber zuvor in der Qualifikation etwas höher geklettert.  

Erfreulich war auch die starke Leistung von Bettina Schöpf. Die Imsterin kletterte eine starke Qualifikation und erreichte trotz ein paar Abzugspunkten das Finale und sicherte sich den sechsten Platz.    

Probleme mit den Kletter-Routen in Bern hatten auch die männlichen Starter. Österreichs Nachwuchstalent Jakob Schubert musste sich diesmal mit dem 36. Platz zufrieden geben. Erfreulich aus Tiroler sich war das Abschneiden des Holländers Jorg Verhoeven. Der Wahltiroler sicherte sich in Bern mit nur einem Griff Abstand den zweiten Platz hinter dem Spanier Patxi Usobiaga Lakunza.

Ergebnisse zum LEAD-WELTCUP in Bern (SUI) – 12./13. September 2008

Damen:  
1. Maja Vidmar (SLO)
2. Johanna Ernst (AUT)
3. Olga Shalagina (UKR)

Herren:
1. Patxi Usobiaga Lakunz (ESP)
2. Jorg Verhoeven (NED)
3. Tomas Mrazek (CZE)