Beim zweiten Stopp des diesjährigen Leadcups trafen sich am vergangenen Wochenende erneut die deutschen Top-Kletterer in der Neu-Ulmer Kletterhalle. Vor vollbesetzten Zuschauerrängen wurden noch einmal Punkte gesammelt für das große Finale des Deutschen Leadcups am 08. und 09. November in Berlin.

Deutscher Leadcup 2014: Zweiter Stopp im Neu-Ulmer sparkassendome

Sophie Rauberger beweist Favoritenposition nach der Quali

Das Wochenende startete am Samstagvormittag mit den Qualifikationsrunden der Damen und Herren. 40 männliche und 17 weibliche Athletinnen und Athleten hatten sich zum Start gemeldet.

Fotostrecke: Finale Deutscher Leadcup Neu-Ulm 2014

Fotos: © DAV/Marco Kost

Bei den Damen setzte sich Sophie Rauberger vom DAV Schwäbisch-Gmünd mit einem Top in beiden Routen schon nach der Qualifikation an die Spitze des weiblichen Starterfelds und verteidigte damit klar ihre Favoritenrolle für den diesjährigen Meistertitel, auch wenn es für den Tagessieg dann nicht ganz reichen sollte. Beim Leadcup in Darmstadt am 12. Oktober konnte die erst 15-jährige den Sieg davon tragen.

Erstmalig elf Finalisten nach der Quali der Herren

Die Herren hatten es in den Qualifikationsrouten mit zwei unterschiedlichen Routen zu tun, die sich im Hinblick auf ihren Style recht deutlich unterschieden. Eine lange technische Route mit vielen kleinen Griffen, sowie eine kürzere, boulderlastige Route. Die erste Route konnte von keinem der Starter getoppt werden, mit der zweiten Qualiroute kamen die Jungs deutlich besser zurecht als von den Schraubern erwartet, und erzielten hier mehrere Top-Begehungen.

Matze Conrad (DAV Zweibrücken), der Gewinner des Leadcups Darmstadt, rutschte leider an einer Kante in der ersten Qualifikationsroute ab und konnte trotz Top in der zweiten Route keinen Finalplatz mehr ergattern. Auf Rang eins stand nach der Qualifikation der Deutsche Meister 2012, Markus Jung vom DAV Siegerland.

Das Feld der Finalisten setzte sich bei den Herren aus einer außergewöhnlich großen Anzahl an Startern zusammen. Die besten acht Platzierungen ziehen in der Regel ins Finale ein. Da aber nach der zweiten Qualifikationsrunde bei den Herren vier Teilnehmer gleich auf dem 8. Rang lagen, durften elf Athleten in der Finalroute an den Start gehen. Damit starteten am Samstagabend so viele Finalisten wie noch nie in einem Deutschen Leadcup.

Mats Habermann beweist sich in der Erwachsenenwertung

Eine lange und teils schwer zu lesende Route machte es den Herren im Finale nicht leicht. Besonders ein rundes, schlecht-griffiges Volumen machte den Athleten zu schaffen und sorgte für einige Stürze. Eine besonders starke Vorstellung lieferte dabei der erst 16-jährige Mats Habermann vom DAV Frankenthal ab. Er startete zum ersten Mal in der Erwachsenenwertung und konnte sich am Ende auf Rang drei platzieren. Mit dieser Leistung gilt er auch als einer der Favoriten für den Deutschen Meistertitel in der Jugendwertung.

An die Spitze des Podiums kletterte sich David Firnenburg (DAV AlpinClub Hannover), vor Markus Jung auf Rang zwei.

Bei den Damen ging die Rechnung der Routenbauer Christian Bindhammer, Johannes Lau und Christoph Müller sehr schön auf. Die lange, ausdauernde Route erreichte eine Topbegehung von Solveig Korherr (TUS Steisslingen), die sich damit verdient den Sieg in diesem Leadcup holte, vor Sophie Rauberger (DAV Schwäbisch-Gmünd) und Denise Plück (DAV Rheinland-Köln).