Es geht früh los in diesem Jahr mit der Seilklettersaison: Schon am 13.3. startet mit dem Bodensee-Cup in Dornbirn der Auftakt zum Deutschen Sportklettercup 2010, der in diesem Jahr aus nur zwei Veranstaltungen bestehen wird.

Dreiländercup als Auftakt zum Deutschen Sportklettercup 2010

Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Cup in Kooperation mit dem Schweizer Alpenverein in Lenzburg durchgeführt wurde, wird in diesem Jahr der Österreichische Wettkletterverband ÖWK Gastgeber der Dreiländerveranstaltung sein. Ein wenig internationales Flair wird es also geben, wenn die besten Sportkletterer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland in der Kletterhalle K1 in Dornbirn antreten werden.

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Was die Frühform so hergibt, wird sich dann auch für die deutschen Vertikalstars zeigen – Angesichts des frühen Saisonbeginns werden viele den Gurt in diesem Jahr schon etwas öfter ausgepackt haben, – in der Jahreszeit, in der traditionell eher noch das Bouldern im Vordergrund steht. Einer der wahrscheinlich beides parallel auf gleichem Niveau betreiben kann, ist Thomas Tauporn: Der Schwäbisch-Gmünder gewann Anfang Februar auf der Münchner ispo seinen ersten Bouldercup und gehört mit Seil ohnehin zu den Favoriten in Dornbirn. Außerdem ist er aktuell auch der international erfolgreichste deutsche Kletterer und muss die Konkurrenz aus den beiden Nachbarländern nicht fürchten.

Ebenso wenig muss dies Stefan Danker (Landshut), Cupgewinner aus dem Vorjahr, der sich zwar in diesem Jahr international auf die Boulderweltcups konzentrieren will, aber bislang bei Sportkletterwettkämpfen immer eine sichere Bank für vorderste Platzierungen gewesen ist. Auch der amtierende deutsche Meister Markus Hoppe (SBB) wird 2010 international vor allem beim Bouldern angreifen, dürfte aber auch in Dornbirn darauf aus sein, sich am Seil in guter Verfassung zu präsentieren.

Ebenfalls auf der Rechnung haben muss man aus deutscher Sicht auch noch den Mann mit der rosa Leggins: Jan Hojer (Frankfurt) ist nicht nur in Puncto modischer Extravaganz für eine Überraschung gut, sondern auch in sportlicher Hinsicht – das hat er spätestens mit seinem Meistertitel 2008 bewiesen.

Bei den Damen hat die Seriensiegerin Juliane Wurm (Wupeprtal) in diesem Jahr ebenfalls den Fokus auf die Boulderweltcups gelegt. Sie wird aber bestimmt national alles daran setzen, ihren Cupsiegen aus den Vorjahren einen weiteren hinzuzufügen – auch den letzten Transnationencup in Lenzburg konnte sie für sich entscheiden. Auf einen Sieg bei den Damen warten muss indes noch Ines Dull (Allgäu-Kempten) – mit dem knappen Vizemeistertitel 2009 war es allerdings nicht mehr weit dorthin.

Dass es doch möglich ist, die scheinbar unbezwingbare Juliane Wurm zu schlagen, hat Luisa Neumärker (SBB) mit ihrem überraschenden Sieg beim ispo Bouldercup gezeigt: Die angehende Medizinstudentin wird auch mit Seil als Hauptkonkurrentin von Wurm gehandelt. Mit Spannung erwartet wird auch das Eingreifen der Jugend A-Mädels, die nun endlich das „Damen-Startberechtigungsalter“ erreicht haben, in das Wettkampfgeschehen – allen voran Luisa Deubzer (München-Oberland), die wohl hoffentlich wieder etwas Schwung in die Damen-Favoriten-Riege bringen wird.

Neben den deutschen Favoriten darf man natürlich auch nicht die starke Konkurrenz aus den Nachbarländern vergessen: Wenn Johanna Ernst (A), Christine Schranz (A), Jakob Schubert (A), Cedric Lachat (CH); Alexandra Eyer (CH) und co. antreten, dann wird es sportlich hoch hergehen in Vorarlberg – der deutsche Sportklettercup startet also gleich mit einem echten Leckerbissen.

Neu auch in diesem Jahr: Beim Sportklettercup erhalten nun auch die Junioren eine eigene Wertung inklusive eigener Siegerehrung, dafür entfällt die älteste Jugendklasse dann bei den Jugendcups. Dadurch wird der Zeitplan bei den Jugendcups deutlich entzerrt und der Anschluss der Junioren an den Seniorenbereich noch stärker forciert.

Weitere Infos & Ausschreibung zum Wettkampf unter www.wettklettern.at und www.k1-dornbirn.at. Achtung: Entgegen der Ausschreibung melden sich deutsche Starter NICHT beim ÖWK, sondern wie bei den nationalen Cups über die DAV Landesverbände an.