Kampagne „München 100“: Firmen fördern Inklusion

Der Münchner "Ich will da rauf! e.V." (IWDR) hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen über den Klettersport zusammenzubringen - Menschen aller Altersklassen mit und ohne Handicap.

Ich will da rauf! e.V.Jetzt ruft der Verein die Kampagne "München 100" ins Leben, um 100 Unternehmen als Firmenmitglieder zu gewinnen. Durch die finanzielle Unterstützung soll auch auf lange Sicht möglichst vielen Kletterbegeisterten die gemeinsame Freude an diesem Sport ermöglicht werden.

Klettern ist eine beliebte Sportart, die nicht nur Kraft, Technik und Mut verlangt, sondern auch Zuversicht schafft. Der IWDR setzt sich bereits seit 2008 dafür ein, dass Menschen, so verschieden sie auch sein mögen, über das Klettern ihre Grenzen überwinden und Vertrauen aufbauen. Dazu bietet der Verein regelmäßig betreute Klettergruppen an.

Gegründet wurde der IWDR auf Initiative von Wilfried Lehr und Lisa Riedl, deren Tochter Linda seit einer Operation auf den Rollstuhl angewiesen ist. "Linda entwickelte über das Klettern einen starken Willen. Das Klettern gab ihr neues Selbstvertrauen, wobei ihr immer wichtig war, als der Mensch wahrgenommen zu werden, der sie ist – Linda. Sie genießt das Miteinander und den Spaß am Sport – dies wollten wir auch anderen ermöglichen", sagt Vereinsvorstand Wilfried Lehr über die Gründung des Vereins.

Gesucht: 100 engagierte Unternehmen

Jetzt initiierte der IWDR die Kampagne "München 100" und ruft 100 Unternehmen auf, sich als Firmenmitglied für einen guten Zweck zu engagieren. "Da unser Verein seine Wurzeln in der bayrischen Landeshauptstadt hat, möchten wir in einem ersten Schritt Unternehmen aus der Umgebung ansprechen – ganz nach dem Motto 'Münchner helfen Münchnern'. Aber natürlich freuen wir uns auch auf Unterstützung aus anderen Regionen Deutschlands", so Lehr.

Ziel der Kampagne ist es, die Finanzierung der Klettergruppen auf sichere Beine zu stellen, um diese langfristig anzubieten. Schon mit 250 EUR im Jahr, die der IWDR als Mitgliedsbeitrag für Firmen vorsieht, kann im Verein viel bewegt werden. Dieser Betrag unterstützt bspw. die Betreuung eines Kletterers mit Handicap für ein Jahr.

Zudem können mit der finanziellen Unterstützung die Kosten für professionelle Kletterlehrer, Ausrüstung und Verwaltung gedeckt werden. Im Gegenzug erhalten die Firmen ein Stimmrecht, um die Vereinsaktivitäten aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus können sie ihr Engagement für die eigene Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Inklusion – Vielfalt macht stark

Mit der Kampagne "München 100" möchte der IWDR zudem verstärkt auf seine Vision – gelebte  Inklusion – aufmerksam machen. Hauptaspekt der Inklusion ist das selbstverständliche Miteinander von Menschen – egal ob diese eine Behinderung haben oder nicht. Die gemeinsame Freude am Sport hilft dabei.  "Uns geht es darum, Grenzen in den Köpfen der Menschen zu überwinden und die Vielfalt als Selbstverständlichkeit wahrzunehmen", beschreibt Lehr abschließend.

Weitere Informationen zur Kampagne "München 100" und die verschiedenen Fördermöglichkeiten finden Sie unter: http://www.iwdr.de/index.php?id=38

Über den IWDR:

Der "Ich will da rauf" e.V. (IWDR) ist ein gemeinnütziger Verein, der 2008 gegründet wurde. Er bietet regelmäßige betreute Klettergruppen für Menschen mit und ohne Handicap an. Ideengeberin für den Verein war Linda R. aus München, die seit einer Operation auf den Rollstuhl angewiesen ist. Über das Klettern gewann sie wieder Mut und Selbstvertrauen. Ihr Motto "Ich will da rauf" gab dem Verein seinen Namen. Die Vision des IWDRs ist Inklusion und damit das selbstverständliche Miteinander von Menschen – egal ob diese eine Behinderung haben oder nicht. Der IWDR hat Mitglieder aller Altersstufen zwischen fünf und 77 Jahren.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.iwdr.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/ichwilldarauf.