Extremkletterer Stefan Glowacz protestierte gemeinsam mit Mountain Wilderness gegen die AlpspiX-Eröffnung am Osterfelderkopf, Garmisch- Partenkirchen.

Stefan Glowacz und Jürgen Knappe im PortaledgeDie Eröffnung der Aussichtsplattform AlpspiX in Garmisch-Partenkirchen am 04. Juli 2010 ist von Protesten begleitet worden.In 2.628 Metern Höhe demonstrierte der Extremkletterer Stefan Glowacz gemeinsam mit der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness Deutschland gegen die stählernen X-Plattformen an der Bergstation der Alpspitzbahn.Freischwebend in einem Höhenbiwak, das an dem 24 Meter langen "Alpen-Balkon" befestigt war, verdeutlichte Glowacz sein Engagement für die Natur mit dem Banner "Unsere Berge brauchen keine Geschmacksverstärker".

Stefan Glowacz ist einer der erfolgreichsten Kletterer weltweit. Selbst bei seinen Expeditionen an die abgelegensten Berge dieser Welt ist es für ihn wichtig, keine Spuren zu hinterlassen. Immer wieder gibt er diese Botschaft in seinen Vorträgen an die Zuhörer weiter. Auch für die Belange der heimischen Natur setzt er sich aktiv ein.

Aktueller denn je machte der Garmisch-Partenkirchener am Sonntag, 4. Juli 2010, auf den diskussionswürdigen Bau der Touristenattraktion am Osterfelderkopf aufmerksam. Ähnlich dem berühmten Grand Canyon sind die zwei jeweils 24 Meter langen Metallkonstruktionen der "AlpspiX" in einer X-Form errichtet und ragen 13 Meter ins Nichts. Auf deren Stahlarmen sollen die Besucher den "ultimativen Kick" bekommen.

Neben seiner Unterstützung der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness Deutschland, ist er von Anfang an einer der größten Gegner des Projektes gewesen. Dieses sorgt seit Bekanntgabe bei zahlreichen Anwohnern, Kletterern und Urlaubern der Region für reichlich Zündstoff. "Fastfood-Attraktionen gehören nicht in die Natur", so der Naturfreund Glowacz.