Vier von sechs Weltmeistertiteln im Schwierigkeitsklettern und alle sechs WM-Goldmedaillen im Speedklettern drücken die Dominanz des flächenmäßig größten Landes der Erde auf eindrucksvolle Art und Weise in Zahlen aus.

Gruppenfoto Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften 2016 (c) Patrick Schwienbacher
Gruppenfoto Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften 2016 (c) Patrick Schwienbacher

Zwölfmal wurde am Sonntagnachmittag bei der Siegerehrung am Eisturm Rabenstein die Nationalhymne der Siegernation gespielt.

Zehn Mal ertönten im hinteren Passeiertal die Klänge der russischen Hymne zu Ehren der neuen Weltmeister Ilia Kurochkin (U16, Lead Männer), Iuliia Filateva (U16, Lead Frauen), Valeriia Bogdan (U19, Lead Frauen), Alena Kochebaeva (U22, Lead Frauen), Nikita Glazyrin (U16, Speed Männer), Elizaveta Malygina (U16, Speed Frauen), Vadim Malshchukov (U19, Speed Männer), Valeriia Bogdan (U19, Speed Frauen), Vladimir Kartashev (U22, Speed Männer) und Ekaterina Koshcheeva (U22, Speed Frauen).

Die Dominanz der Eiskletterer aus dem flächenmäßig größten Land der Erde wurde nur zwei Mal gebrochen, und zwar von zwei Schweizer Eiskletterern. Lukas Götz kürte sich bei den Unter-19-Jährigen im Schwierigkeitsklettern zum Weltmeister, bei den Unter-22-Jährigen machte ihm dieses Kunststück sein Landsmann Kevin Huser nach. Dieser Wettkampf war übrigens auch der einzige, in dem es überhaupt kein Russe aufs Stockerl schaffte.

Schwierigkeitsklettern Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften 2016 (c) Patrick Schwienbacher
Schwierigkeitsklettern Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften 2016 (c) Patrick Schwienbacher

Südtiroler holen drei Mal „Blech“

Drei Mal haarscharf an einer Medaille schrammten die Südtiroler Eiskletterer bei der WM vorbei. Der 15-jährige Rabensteiner Christof Pfitscher (U16) belegte in beiden Disziplinen den vierten Platz und auch David Oberprantacher (U19/Passeier) holte im Schwierigkeitsklettern „Blech“.

„Die Junioren-WM war der krönende Abschluss von zwei sehr intensiven Wochen. Wir haben extrem spannende Wettkämpfe gesehen. Schade, dass unsere Lokalmatadore nur knapp den Sprung aufs Podium verpasst haben. Ich möchte aber allen Athleten zu den gezeigten Leistungen gratulieren und mich gleichzeitig bei allen freiwilligen Helfern, besonders aber bei den Jungs von unserem Verein Eisturm Rabenstein für den unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen bedanken. Gemeinsam haben wir es geschafft, mit dem Weltcup und der Junioren-WM heuer gleich zwei internationale Topevents auf die Beine zu stellen“, sagte OK-Chef Reinhard Graf abschließend.

www.eisklettern.it