KVÖ: Emotionaler Sieg für Plank, Zeller baut Siegesserie aus

Starker Saisonstart für Österreichs Para Climbing Team bei der World Climbing Para Series Salt Lake City 2026! Jasmin Plank und Angelino Zeller jubeln in ihren Klassen über Siege, auch die weiteren Österreicher:innen überzeugen.

Mit einem fünfköpfigen Aufgebot ging es für das KVÖ-Team in den US-Bundesstaat Utah. In der Olympia-Stadt von 2002 stand der erste Para Climbing Weltcup der Saison auf dem Programm. Österreichs Asse knüpften dabei nahtlos an die großartigen Leistungen aus den Vorjahren an.

Angelino Zeller (c) World Climbing
Angelino Zeller (c) World Climbing

In der Klasse AL1, in der Damen und Herren gemeinsam an den Start gingen, feierte Angelino Zeller seinen 14. Weltcupsieg in Serie. Seit Juni 2021 konnte der 29-jährige Steirer sämtliche Bewerbe, bei denen er startete, für sich entscheiden. Platz zwei ging an den US-Amerikaner Caleb McDonald, seit heuer neu in dieser Klasse.

„Caleb ist richtig fit, dieses Battle macht Spaß und kitzelt bei mir noch einmal ein paar Extra-Prozent heraus. Die Finaltour war richtig cool, ich habe mich sehr gut gefühlt. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, dass es wieder einmal der erste Platz wurde, ist die Belohnung für die harte Arbeit“, so Zeller.

Markus Pösendorfer, in der AL1-Qualifikation auf Rang drei, konnte aufgrund von körperlichen Problemen im Finale nicht starten und belegte in der Endabrechnung Rang vier.

Emotionaler Sieg für Plank

In der Klasse RP2 der Damen feierte Jasmin Plank einen emotionalen Sieg: Wenige Wochen nach dem Tod ihrer Mutter gewann die 37-jährige Tirolerin vor Megan Gleason (USA). „Diese Goldmedaille ist für meine Mama – ich bin sicher, dass sie von oben auf mich geschaut hat“, sagte Plank mit Tränen in den Augen.

Ihr Dank galt Physiotherapeutin Michaela Schimböck: „Wir sind im Finale die RP1-Route geklettert, also eine vermeintlich leichtere. Dadurch geht es für uns weiter nach oben, was mit meinen Spastiken ein Nachteil ist. Danke an unsere Physio, sie hat mich gut ‚hergerichtet‘ und hatte wegen mir sicher weniger Schlaf als üblich.“

„Reisen sehr zufrieden ab“

In der Klasse RP2 der Herren schrammte Daniel Wiener als Quali-Fünfter hauchdünn am Finale der Top-4 vorbei. Linda Le Bon (B2) verpasste ebenfalls knapp den Finaleinzug und landete auf Rang fünf.

„Jasmin hat fast erwartungsgemäß den Sieg geholt, sie ist in ihrer Klasse klar die Beste. Bei Angelino war es diesmal spannender, Caleb ist neu in der Klasse und richtig fit. Angelino hat im Finale eines draufsetzen können und gezeigt, wer die Nummer eins ist. Markus hatte starke Schmerzen, wir wissen nicht, ob es Nervenschmerzen sind – er wollte keinen langfristigen Ausfall riskieren. Insgesamt reisen wir sehr zufrieden aus den USA ab“, bilanzierte KVÖ-Nationalcoach Marco Lamprecht.

Der nächste Weltcup im Para Climbing findet im Rahmen der World Climbing Series Innsbruck (15. bis 21. Juni) statt.

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