Gegen Ende eines ereignisreichen Bergjahres für den Südtiroler Alpinist Simon Gietl und knapp 4 Wochen nach der Erstbegehung der "Hakuna Matata" in der Rieserferner Gruppe (Schwierigkeit V, M6, 650m) gelang ihm gemeinsam mit seinem Seilpartner Adam Holzknecht die Winterbegehung der Kletterroute "Wüstenblume" am Heiligkreuzkofel (Dolomiten).

Simon Gietl und Adam Holzknecht (c) Archiv Simon Gietl
Simon Gietl und Adam Holzknecht (c) Archiv Simon Gietl

Am 22. und 23. Dezember 2014 kletterten die zwei Südtiroler die 400 Höhenmeter der „Wüsteblume“ im Schwierigkeitsgrad VIII+, welche im Sommer des Vorjahres von Josef Hilpold und Ulrich Viertler eröffnet wurde.

Fotostrecke: Simon Gietl und Adam Holzknecht am Heiligkreuzkofel

 

Die beiden Kletterer starten ihre Tour in Costallta und erreichten nach ungefähr drei Stunden den Einstieg der Route. Im letzten Tageslicht erreichten sie das Band am Heiligreuzkofel, wo sie einen Biwak-Platz einrichteten und unter dem klarem Sternenhimmel übernachteten.

Um ca. 7:30 Uhr des folgenden Tages setzten Gietl und Holzknecht die Kletterei am eisigen Fels fort und konnten die letzten beiden Seillängen im Sonnenschein durchsteigen. Gegen 14:00 Uhr erreichten sie glücklich das schneebedeckte Gipfelplateau des Heiligkreuzkofels.

Simon Gietl, Mitglied des Salewa alpineXtrem Teams, konnte 2014 die Expeditionen nach Patagonien und China sowie die Eröffnungen diverser Fels- und Eiskletterrouten in den Alpen verbuchen.