Das Münchner Startup AUROCO hat die weltweit erste elektronische Seilsicherung für Kletterer entwickelt. Nachdem sich das vollautomatische Sicherungsgerät "EPIC" bereits im Industrieklettern bewährt hat, will AUROCO das System in diesem Jahr auch für Kletterhallen anbieten.

Das vollautomatische Sicherungsgerät 'EPIC' (c) AUROCO

Über eine Crowdinvesting-Kampagne bei CONDA wird die große Gruppe von Hobbykletterern in Deutschland von Anfang an ins Team geholt. Bis Ende Juli haben Anleger noch die Möglichkeit in eine sichere Zukunft des Klettersports zu investieren.

Klettern erfreut sich in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit. Bereits eine halbe Million Sportler zieht es hierzulande regelmäßig in die Berge und heimischen Kletterhallen. Dank Hochseilgärten und Erlebniswelten entdecken auch immer mehr Familien Spaß an der Höhe. Klettern bietet dabei Nervenkitzel und einen perfekten Ausgleich zum Büroalltag. Parallel zu diesem boomenden Markt steigt auch das Sicherheitsempfinden.

AUROCO hat mit EPIC (Electronic Partner for Individual Climbing) ein Produkt entwickelt, dass mit einem einzigartigen vollautomatischen Sicherungssystem risikofreies Soloklettern ermöglicht. „Unser Ziel war es ein Gerät zu entwickeln, das Kletterer vor tödlichen Unfällen durch Abstürze bewahrt“, erklärt Jan Lohse, einer der beiden Geschäftsführer von AUROCO. Zusammen mit seinem Partner Florian Widmesser hat er EPIC in Eigenregie zur Marktreife gebracht.

Das vollautomatische Sicherungsgerät 'EPIC' (c) AUROCO
Das vollautomatische Sicherungsgerät ‚EPIC‘ (c) AUROCO

Sicherheit durch doppelt redundantes Bremssystem

Das Sicherungsgerät ist leicht tragbar und läuft akkubetrieben. Im stationären Betrieb wird die backsteingroße Box entweder mit Schrauben oder Klickverschlüssen fixiert. Für den mobilen Einsatz im Gelände kann das System per Gurt quasi Überall montiert werden. Im Inneren von EPIC befindet sich eine seilführende Rolle und ein Motor, der das Seil nachzieht. Auf die spannende Frage, wie das Gerät einen Absturz erkennt, antwortet Lohse: „Über eine Elektronik wird die Drehung der Rolle überwacht. Das System erkennt einen Sturz an einer zu hohen Drehzahl.“

Der Bremsvorgang selbst erfolgt elektromechanisch. Ein zusätzlicher Sensor am Handgelenk erhöht die Sicherheit. „Wird ein Sturz registriert erhält die Basis vom Sensor ein Signal und die Seilbremse greift nach spätestens einem Meter“, so Lohse weiter. Sollte die Technik versagen, ist bei EPIC ein Backup integriert. Dabei wird bei einem Sturz die Bremse durch eine Fliehkraftkupplung aktiviert. Dieses doppelt redundante Bremssystem von AUROCO ist weltweit einmalig.

Video: AUROCO – Crowdinvesting auf CONDA

Vom Strommast in die Kletterhalle

„Am Anfang hatten wir nur die Idee und waren überzeugt, dass es funktioniert“, so Lohse. Es folgte monatelange Entwicklungsarbeit und endlose Testläufe. Die Belohnung der aufwändigen Prüfungen war die DEKRA-Zertifizierung. Das patentierte Bremssystem ist eine zusätzliche Hürde für Nachahmer.

Der wirtschaftliche Erfolg kam mit der ersten Serie von 100 Exemplaren. Mit diesen wurde im industriellen Umfeld einen Umsatz von 271.000 EUR erzielt. Die mehr als 300.000 Strommasten in Deutschland bedeuten ein Absatzpotenzial von mehreren 10.000 Stück. Einen ähnlich großen Markt gibt es im Sportbereich. Um diese Nachfrage bedienen zu können wird langfristig die Produktion ausgebaut.

CONDA bringt AUROCO und Crowd zusammen

Auf CONDA können Investoren die Kampagne noch bis Ende Juli unterstützen. Der minimale Zeichnungsbetrag liegt bei 100 Euro. „Neben einem Basiszins von 4,5 Prozent profitiert jeder Anleger auch von einer Unternehmenswertbeteiligung und erhält attraktive Prämien bei höheren Investments“, erklärt CONDA Deutschland Geschäftsführer Dirk Littig.

Vor Beteiligung der CONDA-Crowdinvestoren liegt der Unternehmenswert von AUROCO bei 2 Millionen Euro. Mit dem Funding-Ziel werden bauliche Anpassungen, DEKRA-Prüfungen für die Sport-Version und User-Tests finanziert. Bei Erreichen des Funding-Limits folgen weitere Features: „Wir haben geplant eine Sprachsteuerung zu integrieren und EPIC an nordamerikanische Sicherheitsstandards anzupassen“, so Lohse abschließend.

www.conda.de/startup/auroco/

Über CONDA Crowdinvesting

Die Crowdinvesting-Plattform CONDA ist in sieben europäischen Ländern vertreten und hat seit 2013 insgesamt 53 Crowdinvesting-Projekte erfolgreich abgeschlossen. Durch die Beteiligung von rund 6.200 Crowd-Investoren konnten bereits über 11,70 Millionen Euro finanziert werden.