Kristina Rohde (29), ein langjähriges und aktives Mitglied der Climbing.de Community, wurde am vergangenen Samstag in den "Pumprissen" im Wilden Kaiser von einem herabstürzenden Felsbrocken getötet.

Kristina Rohde Hier der Bericht von ORF.AT

Kletterin im Kaiser durch Felsbrocken getötet

Stundenlang waren Samstagnachmittag Einsatzkräfte der Bergrettung Kufstein beschäftigt, um eine tödlich verunglückte Kletterin zu bergen. Eine Felsschuppe war ausgebrochen. Ihr Partner blieb unverletzt.

Felsen zertrümmerte Helm der Frau

Ein 49-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau aus Deutschland wollten am Samstag im Gemeindegebiet von Kirchdorf im Wilden Kaiser am Fleischbankpfeiler die Kletterroute "Pumprisse" (Schwierigkeit VII) bewältigen.

Die beiden Kletterer waren auf der schwierigen Route unterwegs und sicherten sich abwechselnd. Als sich der 49-jährige Mann nach etwa 25 gekletterten Metern mit einer Hand an einer Felskante festhielt, brach eine größere Felsschuppe aus und stürzte auf die darunter stehende Seilpartnerin.

Die junge Frau, die einen Helm trug, erlitt schwerste Schädelverletzungen und dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. Der Helm wurde laut Polizei durch den Felsschlag zertrümmert.

Mann blieb bei Absturz unverletzt

Der Kletterer stürzte daraufhin vermutlich etwa fünf bis sechs Meter ab, blieb aber unverletzt.

Der Mann wurde vom Notarzthubschrauber "Heli 3" geborgen und ins Tal geflogen, wo er von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut wurde.
 
Tote Frau musste 70 Meter abgeseilt werden

Aufgrund des schwierigen Geländes konnte die Leiche der verunglückten Frau nicht vom Hubschrauber geborgen werden. Die Bergretter mussten die Tote rund 70 Meter zum Josef-Egger-Steig abseilen, ehe sie dort mittels Tau vom Polizeihubschrauber ausgeflogen werden konnte. Anschließend wurde die Leiche vom Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Im Einsatz waren acht Mann der Bergrettung Kufstein, zwei Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, zwei Alpinpolizisten sowie zwei Hubschrauber. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen von Kristina – sie wird in der Gemeinschaft der Kletterer unvergessen bleiben.